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A 13 Brennerautobahn  50 Jahre Europabrücke

Innsbruck Brennerautobahn Europabrücke

Vor 50 Jahren fuhren die ersten Fahrzeuge über die Europabrücke, die seit der Errichtung als Wahrzeichen, Postkartenmotiv und große Errungenschaft der Ingenieurskunst gilt (Fotocredit ASFINAG)

Herzstück der Brenner Autobahn feiert Geburtstag

(ASFINAG 25.01.2013) Am 17. November 1963 eröffnete der damalige Bundeskanzler Alfons Gorbach die Europabrücke, die entlang der A 13 Brenner Autobahn die Sillschlucht auf 192 Metern Höhe überquert. Die immensen Dimensionen dieser Brücke stellte die damalige Ingenieurskunst vor große Aufgaben. 70.000 Kubikmeter Beton verbauten die Arbeiter während der viereinhalb Jahre dauernden Bauzeit – 55.000 Kubikmeter Erd- und Felsmassen wurden bewegt, 60 Tonnen Spannstahl und 6.000 Stahl für die Konstruktion der Brücke verwendet. Auch 50 Jahre nach der Eröffnung hat die Europabrücke nichts an seiner Faszination eingebüßt. Über zwölf Millionen Fahrzeuge passieren die Brücke jedes Jahr – sogar ein Bungy-Sprung ist seit 20 Jahren unter professioneller Aufsicht und entsprechenden Witterungs- und Windverhältnissen möglich.
„Beim Bau dieser Brücke betraten die Ingenieure damals großteils Neuland. Neue Bautechniken wie etwa der Einsatz von Spritzbeton oder wissenschaftliche Versuche im Windkanal wurden erstmals angewandt“, erklärt Klaus Fink, Geschäftsführer der ASFINAG Alpenstraßen GmbH. Seit 2004 ist die Europabrücke die Nummer zwei im Ranking der höchsten Brücken Europas – die Viaduc de Millau in Südfrankreich überragt die Europabrücke mit einer Höhe von 270 Metern um einige Meter.
Der Spatenstich für dieses „Jahrhundertprojekt“ erfolgte am 25. April 1959 – im November 1963 rollten die ersten Fahrzeuge über die Europabrücke. Auch für die ASFINAG hat die Brücke eine besondere Bedeutung. „Bei der Brenner Autobahn handelt es sich um eine der wichtigsten Nord-Süd-Verkehrsverbindungen in Europa. Dabei müssen Steigungsstrecken von teilweise bis zu sechs Prozent überwunden werden. Insbesondere im Winter ist es für unsere Einsatzmannschaften eine besondere Herausforderung“, erklärt Fink. Aber auch für die ASFINAG-Experten der Brückeninspektion spielt die Europabrücke eine besondere Rolle: Bei einer Brückenkontrolle mit Hilfe des so genannten Brückeninspektionsgerätes wird eine Arbeitsplattform von der Fahrbahn aus unter der Brücke in Stellung gebracht. Das bedeutet natürlich absolute Schwindelfreiheit für die ASFINAG-Mitarbeiter - in über 190 Meter Höhe unter Brücke.

Brennerautobahn Europabrücke

Beliebter Photostandort (Fotocredit ASFINAG)

Eckdaten Europabrücke:


Länge:


820 Meter gesamt (inklusive Vorbrücken)

Höhe:

192 Meter

Anzahl Pfeiler:

5 Stück


Bauart der Brücke:

Balkenbrücke in Stahlkonstruktion
(in der Bauart Balkenbrücke nach wie vor die
höchste Balkenbrücke Europas)


Spatenstich:

25. April 1959


Verkehrsfreigabe:

17. November 1963

Bau Europabrücke - Foto Schär 002

Mit 192 Metern die zweithöchste Brücke Europas (Fotocredit ASFINAG / Fotograf Schär)

Bau Europabrücke Dez 1962 - Foto Wilhelm Wagner

Bau der Europabrücke im Dezember 1962 (Fotocredit ASFINAG / Fotograf Wilhelm Wagner)

Ein Tiroler Wahrzeichen feiert Geburtstag - 50 Jahre Europabrücke

(ASFINAG 15.11.2013) „Jahrhundertprojekt“, „ehemals höchste Brücke Europas“ oder „Herzstück der Brenner Autobahn“ – Die Europabrücke erfreut sicher vieler Titel und Attribute. Am 17. November 1963 eröffnete der damalige Bundeskanzler Alfons Gorbach die Europabrücke – als Wahrzeichen für Völkerverbindung und Mobilität sowie für den damaligen Fortschritt der Baukunst der 60er Jahre. Das Jahrhunder-Bauwerk übertraf bei Planung, Bau und im Betrieb alle Erwartungen. „Die Europabrücke ist auf ihre Art ein Tiroler Wahrzeichen. Als Herzstück der Brenner Autobahn ist sie eines der bedeutendsten Bauwerke, die wir betreuen“, ist sich ASFINAG-Geschäftsführer Klaus Fink sicher. Als Jahrhundertbauwerk wurde die Europabrücke gefeiert, als sie am 30. Mai 1963 fertiggestellt wurde.

Am 17. November 1963 – vor genau 50 Jahren – rollten die ersten Fahrzeuge über die damals höchste Brücke Europas. „Die Europabrücke ist mittlerweile eine ältere Dame – jedoch bestens in Schuss“, ist sich Fink sicher. Neben einer permanenten Kontrolle durch den Streckendienst der zuständigen Autobahnmeisterei Plon finden alle zwei Jahre Kontrollen durch die Abteilung der Bauwerksinspektion statt. Alle sechs Jahre steht verpflichtend eine Brückenprüfung durch externe Experten auf dem Programm. Im Rahmen dessen werden Tragwerk, bewegliche Teile oder Fahrbahnübergänge auf Funktionalität und Verschleißerscheinungen überprüft. Diese Ergebnisse führen bei Bedarf zu baulichen Sanierungsmaßnahmen.

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