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Winterdienst

Winterglätte: Tausalzlösungen beugen vor

(BASt 19.12.2011) Reifglätte, überfrierende Nässe, Eisregen und Schneefall: Mit solchen Behinderungen müssen Autofahrer auch in diesem Winter rechnen. Der Einsatz von Tausalzlösungen ist sehr gut geeignet, der Glättebildung effektiv vorzubeugen oder sie zumindest zu verzögern, zeigen Untersuchungen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt).

Der Winterdienst setzt bisher beim Streudienst überwiegend die Feuchtsalztechnologie ein: Etwa zwei Drittel trockenes Tausalz werden mit einem Drittel Tausalzlösung vermischt. Wird dieses Streumittel vorbeugend eingesetzt, wirbelt der Straßenverkehr einen Großteil des Streumittels wirkungslos von der Fahrbahn, bevor die Glättebildung einsetzt.

Um der Gefahr der Verwirbelung vorzubeugen, testete die BASt zusammen mit dem Ingenieurbüro KOMMZEPT und verschiedenen Straßenbauverwaltungen den Einsatz von 100-prozentigen Tausalzlösungen, die mit speziellen Sprühfahrzeugen ausgebracht werden. Die Untersuchungen belegen, dass einer Glättebildung durch den Einsatz dieser Lösungen effektiv vorgebeugt werden kann.

Zudem ist die eingesetzte Salzmenge in Tausalzlösungen geringer als bei der Feuchtsalztechnologie. Somit wird die Streusalzmenge insgesamt reduziert und die Umwelt weniger beeinträchtigt.

Die Einsparung von Tausalzen ist natürlich abhängig von den jeweiligen Witterungsbedingungen. Erste Schätzungen gehen von rund 100.000 Tonnen Einsparpotenzial pro Jahr allein im Bereich der Bundesautobahnen aus. Die für den Einsatz erhöhten Technikaufwendungen amortisieren sich durch die Tausalzeinsparungen relativ schnell.

Autobahn Tausalzlösung BASt

Ein Winterdienstfahrzeug beim Aufbringen von Tausalzlösung
Messungen belegen: Tausalzlösungen beugen Glättebildung effektiv vor (Foto: BASt).

Grafik Tausalz BASt

Die Grafik zeigt die Liegezeiten von Tausalzlösung und Feuchtsalz im Vergleich - Tausalzlösungen haften länger auf der Fahrbahn als Feuchtsalz und die ausgebrachte Salzmenge ist insgesamt geringer (Grafik: BASt).

Winterdienstfahrzeug für vorbeugenden Einsatz mit Tausalzlösungen

(BMVBS 09.12.2011) Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat heute auf dem Gelände der Autobahnmeisterei Siegsdorf ein Winterdienstfahrzeug für den Einsatz mit reinen Tausalzlösungen vorgestellt. Die innovative Technologie wird auf trockenen oder leicht feuchten Straßen vorbeugend gegen Eis- und Schneeglätte angewendet. Einige Fahrzeuge wurden bereits in verschieden Bundesländern im Probebetrieb getestet. Nach technischen Untersuchungen durch die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) besteht nun grünes Licht für den Regelbetrieb.

Ramsauer: "Mit dem Einsatz von reinen Tausalzlösungen sorgen wir dafür, dass Glätte langsamer oder gar nicht erst entsteht. Das erhöht die Verkehrssicherheit. Dadurch kann der Streusalzverbrauch auf Autobahnen um rund 100.000 Tonnen pro Jahr reduziert werden. Zudem können die neuen Fahrzeuge auch bei hoher Geschwindigkeit arbeiten, der fließende Verkehr wird weniger gestört. Zusammen mit den Ländern wollen wir diese innovative Technologie in diesem Winter verstärkt nutzen."

Die Salzlösungen (Natrium-, Calcium- oder Magnesiumchlorid) werden auf die Fahrbahn gesprüht und wirken unmittelbar. Sie können bei Temperaturen bis zu minus 6 Grad Celsius eingesetzt werden. Vorteil: Die Lösungen verteilen sich gleichmäßig und bleiben länger liegen als Feuchtsalzstoffe, denn diese haften nur bedingt auf der Fahrbahn und werden von den Fahrzeugen leicht verdrängt.

Der Einsatz der neuen Fahrzeuge ist Teil der Offensive von Bund und Ländern für einen noch effizienteren Winterdienst auf Autobahnen in Deutschland. So wurden bereits rechtzeitig vor der Wintersaison die Streusalzreserven aufgestockt. Das Bundesverkehrsministerium hat in einem Pilotprojekt 100.000 Tonnen Streusalz zusätzlich als "länderübergreifende Streusalzreserve" für den Einsatz auf Autobahnen bereit gestellt. Auf die Reserven in Nordrhein-Westfalen (60.000 t) und Sachsen-Anhalt (40.000 t) können alle Länder in konkreten Notlagen, etwa bei Lieferengpässen, zurückgreifen. Neben der Bundesinitiative haben die meisten Länder ihre eigenen regulären Lagerkapazitäten ebenfalls deutlich erhöht.

Ramsauer: "Auto- und Lkw-Fahrer erwarten zu jeder Zeit schnee- und eisfreie Straßen. Zusätzlich zu den bewährten Instrumenten des Winterdienstes sorgen wir mit dem vorbeugenden Einsatz von Tausalzlösungen und der länderübergreifenden Streusalzreserve bei lang anhaltenden und extremen Winterverhältnissen für freie Fahrt auf unseren Autobahnen."

Minister Ramsauer bedankte sich bei dem Termin für das große Engagement der Beschäftigten des Straßenbetriebsdienstes: "Die Mitarbeiter der Autobahnmeistereien sorgen jeden Winter mit großem logistischem und persönlichem Einsatz rund um die Uhr an jedem Tag der Woche für freie Fahrt. Dafür verdienen Sie unseren tief empfundenen Dank", so Ramsauer.

Winterdienst installiert zusätzliche Wetterstationen

(TMLBV 03.12.2011) „Entlang der Autobahnen wurde die Zahl der Straßen-Wetter-Informationssysteme (SWIS) von 30 auf 40 Anlagen erhöht. Rund um die Uhr werden hier die Wetterwerte und der Zustand der Straßenoberfläche gemessen. Diese Daten bilden die Grundlage für den Einsatz der Autobahnmeistereien im Winterdienst. Für den bevorstehenden Winter verfügen wir damit über eine noch feinmaschigere und genauere Datengrundlage“, sagte heute (Samstag) in Erfurt der Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Christian Carius, bei der Vorlage des zweiten Straßenzustandsberichts der Wintersaison 2011 / 2012.

„Die milde Luft mit bis zu 10 Grad Wärme hat zum meteorologischen Winterbeginn am 1. Dezember den Gedanken der Verkehrsteilnehmer an Straßenglätte zunächst verdrängt. Dennoch zeigte schon das ruhige und teilweise frostige Herbstwetter der vergangenen Wochen, dass man dennoch im Winter immer mit der Gefahr von Straßenglätte rechnen muss“, so Carius weiter. „Täglich ist rund ein Drittel unserer 246 Winterdienstfahrzeuge im Einsatz gewesen, um örtliche Glättebildung zu bekämpfen. Unser Warnsystem SWIS hilft uns nun noch besser, dieser Gefahr zu begegnen.“

„Für Bundes- und Landesstraßen stehen uns darüber hinaus Wetterwarnungen und -vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes zur Verfügung. Auch die Zusammenarbeit mit der Polizei hat sich in der Vergangenheit bewährt“, sagte der Verkehrsminister. „Täglich werden die Winterdienstsituationsberichte aus allen Landkreisen und den Autobahnmeistereien im Landesamt für Bau und Verkehr ausgewertet. So können wir rechtzeitig erkennen, wo gegenseitige Unterstützung erforderlich ist. Auch über die Mobilisierung der Einsatzreserve von 70 zusätzlichen Winterdienstfahrzeugen kann so besser entschieden werden.“

Im Vergleich zum Vorjahr mit Schneefällen im November ist der Einsatz des Winterdienstes in Thüringen bislang ruhig verlaufen. Der Verbrauch von Streusalz zur Bekämpfung von Straßenglätte ist mit gut 1.000 Tonnen noch gering. Insgesamt stehen für die Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen Streusalzvorräte von 110.000 Tonnen zur Verfügung. Dies entspricht in etwa der Höhe des Vorjahresverbrauchs von 111.000 Tonnen. Eventuell erforderliche Nachlieferungen sind bereits vertraglich abgesichert.

"Der Winter kann kommen - unsere Straßenmeistereien
sind für alle Herausforderungen gerüstet"

(LBV-SH 28.11.2011) Die 26 Autobahn- und Straßenmeistereien des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV-SH) mit ihren über 600 Mitarbeitern sind für den bevorstehen-den Winter bestens gerüstet. Wie Verkehrsminister Jost de Jager heute (28. November) bei einem Besuch der Autobahn- und Straßenmeisterei Elmshorn sagte, seien mit knapp über 30.000 Tonnen nicht nur die landesweit 54 Salzlager gut gefüllt, sondern auch der Fuhrpark bestens gerüstet: „Um die Sicherheit des Verkehrs und damit zigtausender Autofahrer zu gewährleisten, werden unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihren über 250 Fahrzeugen notfalls rund um die Uhr im Einsatz sein“, sagte der Minister.

Hinzu kommen über 300 Fahrzeuge von Unternehmern, die im Auftrag des Landes zusätzliche Winterdienstleistungen erbringen.

Nach den Worten von LBV-Direktor Torsten Conradt betreut der Landesbetrieb ein Streckennetz von 8.198 Kilometern, darunter 535 Kilometer Autobahnen, 1.440 Kilometer Bundesstraßen, 3.536 Kilometer Landes- und 2.687 Kilometer Kreisstraßen.

De Jager erinnerte an den letzten harten Winter, bei dem über 800 Großgeräte wie Schneepflüge, Streuwagen oder Fräsen im Einsatz waren und sich damit die Durchschnittskosten eines Winters von rund 12,2 Millionen Euro auf 21,2 Millionen Euro nahe-zu verdoppelten. Getragen werden die Kosten zu 48 Prozent vom Bund, 32 Prozent vom Land und zu 20 Prozent von den Kreisen. Mit Blick auf die Erfahrungen des letzten Winters appellierte de Jager auch an die Autofahrer, sich rechtzeitig auf die Frostperiode einzustellen und entsprechend vorausschauend zu fahren. „Besonders wichtig ist unter anderem, dass für Streu- und Räumfahrzeuge Gassen gebildet und Abstand gehalten wird – denn 75 Prozent aller Winterunfälle sind Auffahrunfälle“, so der Minister.

De Jager erinnerte auch an innovative Entwicklungen im Land zur Verhinderung von Glätteunfällen. So sei die neugebaute Brücke über den Elbe-Lübeck-Kanal in Berkenthin (B 208) vor wenigen Wochen mit einer geothermisch beheizten Fahrbahn ausgestattet worden. Darüber hinaus gebe es eine neue Entwicklung in der Streutechnik – die Solestreuung, die in dieser Wintersaison in der Autobahn- und Straßenmeisterei Elmshorn getestet werde. Im Gegensatz zur Feuchtsalzstreuung, bei der Sole und Trockensalz ausgebracht werden, wird bei der Solestreuung nur die reine Sole ausgebracht. Auf-grund der längeren Liegedauer auf der Fahrbahn eignet sich diese Anwendung als präventive Streuung. Außerdem können die Streufahrzeuge höhere Geschwindigkeiten fahren (bis 80km/h) und sind dadurch kein Hindernis im Verkehr. Der Einsatz ist bei Reif-glätte und überfrierender Nässe geeignet und ist bis ca. minus 8° C möglich. „Insoweit soll die Solestreuung die Feuchtsalzstreuung nicht ersetzen, sondern ergänzen. Die präventive Streuung wird nach unseren Berechnungen zu wesentlichen Einsparungen beim Salzverbrauch führen“, so LBV-Direktor Conradt.

Der Straßenwinterdienst des LBV-SH ist nach den Worten so Conradt so organisiert, dass bei Bedarf auf den Bundesautobahnen ein 24-stündiger Streu- und Räumeinsatz durchgeführt wird. Alle anderen wichtigen Straßen für den überörtlichen Verkehr werden bei normalen winterlichen Verhältnissen von 6.00 bis 22.00 Uhr bei Bedarf gestreut und geräumt.

Nationale Salzreserve Grevenbroich 20

Der erste Lkw kippt das Salz ab

Nationale Salzreserve Grevenbroich 33

Radlader sofort im Einsatz

Streusalzreserve für NRW wird an drei Standorten eingelagert

(straßen.nrw 25.11.2011) Mit einer Salzreserve von 100.000 Tonnen sollen in Nordrhein-Westfalen in der laufenden Wintersaison Engpässe beim Streudienst wie in den beiden vergangenen Wintern vermieden werden. An drei Standorten in Nordrhein-Westfalen wird das Salz derzeit eingelagert. Bis Mitte Dezember sollen die Arbeiten abgeschlossen werden. In Duisburg, Grevenbroich und im münsterländischen Saerbeck liegen dann 60.000 Tonnen der länderübergreifenden Streusalzreserve sowie 40.000 Tonnen Salz für die Landesreserve. Vom Stand der Arbeiten überzeugte sich heute (25.11.) NRW-Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger auf Einladung von Straßen.NRW-Geschäftsführer Ralf Pagenkopf in einer ehemaligen Getreidelagerhalle in Grevenbroich.

Damit wurde eine Forderung von Minister Voigtsberger umgesetzt, die er zu Beginn des Jahres bei seinem "Forum Wintermobilität" formuliert hatte: "Ich freue mich, dass der Bund die länderübergreifende Streusalzreserve eingerichtet hat und in Nordrhein-Westfalen 60.000 Tonnen davon gelagert werden." Dazu kommen weitere 40.000 Tonnen Reserve bei Straßen.NRW für Bundes-, Landes- und einige kommunale Straßen. "Damit sind wir für den kommenden Winter besser gerüstet", meint Voigtsberger. Die Reserven sicherten die Versorgung bei lang andauernden extremen Witterungslagen mit Schnee und Eis. "Mit der Reserve von 100.000 Tonnen Streusalz haben wir weitere 15 bis 20 Tage gewonnen, die wir durchgehend streuen könnten", rechnet Straßen.NRW-Geschäftsführer Ralf Pagenkopf vor.

Die Reserve wird nur angetastet, wenn erneut Lieferengpässe auftreten sollten. Ansonsten bedient sich der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen aus den 135.000 Tonnen Salz, die üblicherweise Jahr für Jahr in seinen 210 Salzhallen eingelagert werden, und den vertraglich vereinbarten Nachlieferungen. Im Regelfall müssen die Reserven also gar nicht angefasst werden und in spätestens vier bis fünf Jahren in den normalen Verbrauch umgeschichtet werden, damit sie nicht verklumpen. Weitere 40.000 Tonnen Salz der sog. Nationalen Streusalzreserve lagern in Sachsen-Anhalt. Mit diesen in NRW und Sachsen-Anhalt gelagerten Reserven sollen im Notfall auch benachbarte Bundesländer beliefert werden. Rund neun Millionen Euro Kosten für Salz und Hallenmiete kalkuliert Straßen.NRW für die gesamten 100.000 Tonnen in Nordrhein-Westfalen.

Die Standorte:
Grevenbroich, ehemaliges Getreidelager
Benzstraße 10, 41515 Grevenbroich, geplante Lagermenge: 30.000 Tonnen

Bioenergiepark Saerbeck, ehemaliges Munitionsdepot
Riesenbecker Straße 54, 48369 Saerbeck, geplante Lagermenge: 30.000 Tonnen

Duisburg, ehemaliges Spanplattenwerk
Rheindeichstr. 155, 47199 Duisburg, geplante Lagermenge: 40.000 Tonnen

Seit dem Frühjahr waren die Experten von Straßen.NRW im Land unterwegs, um geeignete Lagerplätze zu finden. Sie mussten über ganz NRW verteilt sein, gut ans Verkehrsnetz angebunden sein, eine Lagerkapazität von mehr als 20.000 Tonnen bieten und die behördliche Zustimmung, für die Tausalzlagerung, vorliegen (Wassergefährdungsklasse 1).

Nationale Salzreserve Grevenbroich 40

Nationale Salzreserve im Lager Grevenbroich

Nationale Salzreserve Grevenbroich 14

Nun auch mit Weisungsbefugnis unterwegs

"Tausalzvorräte in zentralen Salzlagern sichern Winterdiensteinsatz auf Bayerns Straßen auch bei extremen Wetterlagen"

(BSI 23.11.2011) "Rund 500.000 Tonnen Tausalz warten in den Salzhallen der bayerischen Straßen- und Autobahnmeistereien und den neuen zentralen Salzlagern auf ihren Einsatz", sagte Innenminister Joachim Herrmann heute bei einer Pressekonferenz zum Winterdienst in Nürnberg. Die Salzhallen der Meistereien fassen 300.000 Tonnen Salz. Diese Menge war bei extremen Witterungsverhältnissen 2010 bereits in den Monaten November und Dezember ausgebracht worden. Vielerorts wurde daraufhin das Streusalz knapp. Deshalb hat der Freistaat Bayern in Deggendorf, Kulmbach, Regensburg, Sand am Main, Schwarzenfeld und Wasserburg zentrale Salzlager mit einer Kapazität von rund 200.000 Tonnen geschaffen. Herrmann: "So können wir auch bei extremen Wetterlagen den Winterdienst auf den Autobahnen, Bundes- und Staatsstraßen gewährleisten." Weitere Zentrallager sind in Kempten, Krumbach und Nürnberg geplant.
In der letzten Wintersaison wurden rund 412.000 Tonnen Salz gestreut. Allein das Salz kostete etwa 31 Millionen Euro. Insgesamt hat der Winterdienst 91 Millionen Euro gekostet. Herrmann: "Das ist viel Geld, doch gesamtwirtschaftlich betrachtet rechnet sich der Einsatz, denn die bayerische Straßenbauverwaltung leistet mit dem Winterdienst einen unverzichtbaren Beitrag für die Mobilität und Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und damit für die Funktionsfähigkeit der Wirtschaft." Ein Tag Winterdienst mit Volleinsatz kostet die bayerische Straßenbauverwaltung bis zu zwei Millionen Euro.

Die Zentrallager liegen verkehrsgünstig in Gewerbegebieten oder an einem Binnenhafen und werden in den Sommermonaten mit Salz bestückt. Das Salz kann von den Straßen- und Autobahnmeistereien nach Bedarf abgerufen werden. Via Internet werden die Lagerbestände überwacht.

Im Winterdienst kommen auf den 22.500 Kilometern Autobahnen, Bundes- und Staatsstraßen in Bayern in 99 Autobahn- und Straßenmeistereien rund 3.000 Beschäftigte und mehr als 1.300 Fahrzeuge zum Einsatz. Auf den Autobahnen und hoch belasteten Bundes- und Staatsstraßen wird der Winterdienst rund um die Uhr durchgeführt. Das übrige Netz der Bundesstraßen und Staatstraßen wird zwischen 6.00 Uhr und 22.00 Uhr betreut.

Da auch der professionellste Winterdienst keine sommerlichen Straßenverhältnisse garantieren kann, appellierte Herrmann an die Verkehrsteilnehmer: "Passen Sie Ihre Ausrüstung und Ihr Fahrverhalten an die winterlichen Fahrbahnverhältnisse an. Überholen Sie keine Räumfahrzeuge, Sie können dabei sowohl sich selbst als auch das Winterdienstpersonal gefährden."

1.000 Winterdienstler stehen bereit

(MIL 04.11.2011) Brandenburg ist gut für den bevorstehenden Winter gerüstet. Fast 1000 Mitarbeiter des Landesbetriebes Straßenwesen und beauftragter Unternehmen stehen bereit, um den märkischen Verkehrsteilnehmern auch bei Schnee und Glätte von der Prignitz bis zur Lausitz einen sicheren Weg zu bahnen. Insgesamt gilt es, mit rund 400 modernen Winterdienstfahrzeugen über 10.000 Kilometer Brandenburger Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen befahrbar zu halten.

Verkehrsminister Jörg Vogelsänger: „Unsere 45 Autobahn- und Straßenmeistereien sind gut auf den Winter vorbereitet und stehen auf Abruf bereit. Die Brandenburger können sich auf unsere 1000 Männer und Frauen in den Räum- und Streufahrzeugen sowie den Einsatzzentralen verlassen.“ In Auswertung des vergangenen Winters, der mit bundesweit teils heftigen Schneefällen für Produktions- und Lieferengpässe bei den Salzlieferanten gesorgt hatte, reagierte der Landesbetrieb Straßenwesen über die Sommermonate und mietete zusätzlichen Lagerhallen an.

Gerade im Dezember 2010 sei schließlich zu sehen gewesen, dass Lieferverträge wenig nutzen, wenn das Salz nicht rechtzeitig zur Verfügung steht. Deshalb habe sich Brandenburg entschieden, die Lagerkapazitäten von 45.000 Tonnen auf 65.500 Tonnen Salz deutlich aufzustocken, so Vogelsänger: „Diese Reserve verschafft uns deutlich mehr Sicherheit für extreme Wetterlagen.“

Über einen zuverlässigen und gut abgestimmten Winterdienst hinaus sei aber auch jeder Autofahrer selbst gefordert, Fahrweise und Ausrüstung den Witterungsbedingungen anzupassen. Minister Vogelsänger: „Winterreifen sollten selbstverständlich sein und für den Zeitpuffer in der Reiseplanung darf der Wecker ruhig etwas eher klingeln.“ Für den Notfall könnte sich Großvaters Tipp einer „Winter-Ausrüstung“ mit Decke, Schaufel und kleinem Sandvorrat im Kofferraum als sehr sinnvoll erweisen. Ebenso der Griff zum Lichtknopf auch tagsüber: Gut sehen und gut gesehen werden lautet die Devise an grautrüben wie verschneiten Wintertagen.

Der Landesbetrieb Straßenwesen ist für den Winterdienst auf Brandenburgs Autobahnen (800 Kilometer), Bundesstraßen (2800 km), Landesstraßen (5800 km) und den wichtigen straßenbegleitenden Radwegen (1150 km) zuständig. In den Streckenlängen enthalten ist auch die vertraglich vereinbarte Übernahme von Räum- und Streuleistungen für Ortsdurchfahrten einzelner Kommunen (ca. 2200 km). Je nach Verkehrsbedeutung haben die Mannschaften der zwölf Autobahnmeistereien und 33 Straßenmeistereien die Befahrbarkeit der strecken nach bundeseinheitlichen Vorgaben sicherzustellen. Autobahnen werden beispielsweise rund um die Uhr von Schnee beräumt und Glätte befreit, wenn es die Wetterlage erfordert. Auf anderen wichtigen Straßen mit überörtlichem Charakter und starkem Berufsverkehr sind die Winterdienstler zwischen 3 und 22 Uhr im Einsatz, damit es in der Hauptverkehrszeit sicher voran geht.

Vor der heißen Phase macht Brandenburgs Winterdienst in den nächsten Wochen übrigens schon sichtbar an den Straßenrändern mobil. Rund 130 Kilometer Schneezäune sollen tückische Verwehungen verhindern helfen. Außerdem werden an Steigungsstrecken wieder rund 550 Boxen mit Streugut bereit gestellt, auf die insbesondere Lkw-Fahrer zurückgreifen können, wenn es bei Glätte zwar auf-, aber nicht mehr vorwärts geht.

Technische Hintergründe: Salz und Wetterprognosen

Feuchtsalz „FS 30“
Beim Streuen mit Salz folgen die Winterdienstler dem Grundsatz: „So wenig wie möglich, nur so viel wie nötig“. Dabei wird der gefährlichen Glätte mit nichts anderem zu Leibe gerückt, als dem Salz, das der Märker für gewöhnlich auf sein Frühstücksei krümelt – Streusalz ist Natriumchlorid (NaCl). Dieses wird an Bord des Winterdienstfahrzeuges im Verhältnis 70:30 mit einer Salz-Wasser-Sole vermischt und vom Streuteller fein verteilt auf die Fahrbahn ausgebracht. Dank der modernen Feuchtsalztechnologie „FS 30“ haftet das Material sofort fest an der Fahrbahn an. Ein Verwehen wird vermieden und das Salz kann da wirken, wo es als effektiver Glättekiller gebraucht wird.

Durch den konsequenten Einsatz der „FS 30“-Technologie konnte der Streusalzverbrauch von ehemals mehr als 60 Gramm je Quadratmeter auf mittlerweile 5 bis 15 Gramm je Streueinsatz verringert werden. Diese Effektivität im Sinne von Natur und Umwelt ist möglich, weil die Streumenge je nach erforderlicher Tauleistung und Fahrbahntemperatur genau dosiert werden kann.

Wetterbeobachtung
Hochmodern ist in der Winterdienst-Technologie des 21. Jahrhunderts auch die Erhebung von Wetterdaten und die Erstellung von Prognosen als Grundlage für situationsgerechte Einsatzentscheidungen in den Meistereien. 29 Autobahn-Messstellen des bundesweit eingeführten Straßenzustands- und Wetterinformationssystems (SWIS) bieten einen detaillierten Blick auf die Brandenburger Straßenkarte. Daten wie Lufttemperatur, Windgeschwindigkeit, relative Luftfeuchtigkeit, Niederschlag sowie Bodentemperatur an der Fahrbahnoberfläche und in 30 Zentimetern Tiefe werden im 15-Minuten-Abstand aktualisiert und ermöglichen den Einsatzleitern des Winterdienstes einen umfassenden Überblick für wichtige Entscheidungen.

Da alle Werte ständig mit den Daten im Großrechner des Deutschen Wetterdienstes abgeglichen werden, liefert der DWD im Gegenzug mehrmals täglich die Wetterprognosen für die unterschiedlichen Regionen des Landes sowie aktuelle Satelliten- und Radarbilder. Diese sind unverzichtbar für den Winterdienst und durch alle Autobahn- und Straßenmeistereien online abrufbar.

Autobahnwinterdienst gut gerüstet

(SMWA 24.10.2011) Am ersten „Tag der Winterdienstbereitschaft“ am Montag, 24. Oktober, machte sich Staatsminister Sven Morlok (FDP) in der Autobahnmeisterei Leipzig ein Bild von der Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern und Technik. „Sachsens Autobahnmeistereien sind für die kalte Jahreszeit gewappnet. Auch die Autofahrer sollten mit dem Winter rechnen - jetzt ist höchste Zeit, Sommer- gegen Winterreifen zu tauschen. Denn wenn es wegen falscher Bereifung zu Schleudertouren und Staus auf den Autobahnen kommt, ist selbst der am besten aufgestellte Winterdienst machtlos“, so Morlok.

543,5 Kilometer Autobahn sind von den sieben sächsischen Autobahnmeistereien zu betreuen. Alljährlich finden hier die „Tage der Winterdienstbereitschaft“ statt. Vom 1. November bis zum 31. März gilt der Winterdienstplan. Insgesamt werden 210 Mitarbeiter überwiegend in 8-Stunden-Schichten mit 64 Fahrzeugen rund um die Uhr im Einsatz sein, damit der Verkehr auf Sachsens Autobahnen im Winter möglichst störungsfrei rollen kann.

Nach dem Winter 2010/11 mit einem Rekordsalzverbrauch von 46.000 Tonnen und Kosten von 8,2 Millionen Euro wurde die sächsische Salzlagerkapazität in Lagerhallen und Silos auf 16.200 Tonnen erhöht. Darüber hinaus ist der Freistaat zusätzlich mit 8.000 Tonnen an einer 40.000-Tonnen-Reserve beteiligt, welche gemeinsam mit Nachbarländern bei Magdeburg geschaffen wird.

Die Räum- und Streuschleifen sind so eingerichtet, dass jedes Autobahnteilstück mindestens alle drei Stunden betreut wird. Gestreut wird ein Gemisch aus 70 Prozent trockenem Salz und 30 Prozent Salzsole. Damit haftet das Salz besser auf der Fahrbahn. Wie viel und wie oft gestreut wird, entscheidet jeder Meister selbst – zu unterschiedlich sind in Sachsen die Wetterverhältnisse, als dass zentrale Vorgaben gemacht werden könnten. Ein wichtiges Hilfsmittel ist das Straßenzustands- und Wetterinformationssystem SWIS. Auf Sachsens Autobahnen verteilt gibt es 20 Glättemeldeanlagen, weitere an Bundesstraßen. Sensoren in den Fahrbahnen messen ständig die Oberflächentemperatur, die Wasser-filmhöhe und den Restsalzgehalt. Dies ist auch für den wirtschaftlichen Einsatz des Streusalzes bedeutend.

Die Autobahnmeisterei Leipzig ist für fast 73 Kilometern der A 14 und der A 38 zuständig. Dazu gehören ein Autobahndreieck, vierzehn Anschlussstellen, zwei Tank- und Rastanlagen sowie acht Parkplätze. Sieben LKW, zwei Unimog, sechs Kleintransporter und eine sogenannte Randwallfräse stehen zur Verfügung. Die Lager der Meisterei in der Nähe der Anschlussstelle Leipzig-Südost an der A 38 fassen 1.375 Tonnen Salz.

LBM ist auf Winter vorbereitet

(LBM 20.10.2011) Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz wird in den kommenden Wintermonaten mit seinen rund 1.600 Mitarbeitern in den landesweit 57 Straßen- und 13 Autobahnmeistereien wieder nach besten Kräften für befahrbare Straßen sorgen. 872 Kilometer Bundesautobahnen werden rund um die Uhr und mehr als 17.000 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraßen zwischen 6 Uhr und 22 Uhr gestreut und geräumt. Dazu werden bis zu 620 Winterdienstfahrzeuge eingesetzt. Dies sind 410 eigene Fahrzeuge des LBM und 210 Unternehmerfahrzeuge, die speziell für den Winterdienst angemietet werden. Für die Mitarbeiter der Meistereien sind die kalten Monate die „Hochsaison“ des Jahres. „Die Vorbereitungen für die Einsätze laufen auf Hochtouren“, so Jürgen Häfner, Staatssekretär im Infrastrukturministerium, der jetzt zusammen mit dem Technischen Geschäftsführer des LBM, Bernd Hölzgen, ein Fahrsicherheitstraining für Winterdienstfahrzeuge in Koblenz besuchte. Dieses Training bietet der LBM jährlich in Zusammenarbeit mit dem ADAC Mittelrhein und dem TÜV Rheinland speziell für seine Mitarbeiter im Winterdienst an. „Auf schnee- und eisbedeckten Straßen kann es auch für unsere Winterdienstmitarbeiter manchmal durchaus brenzlig werden“, erklärte Hölzgen. „Wir schulen unsere Mitarbeiter daher regelmäßig, damit sie auf außergewöhnliche Situationen gut vorbereitet sind.“

Die rund 160 Salzhallen und Silos des LBM haben eine Gesamtkapazität von mehr als 131.000 Tonnen Streusalz. Zusätzlich sind in einem zentralen Pufferlager 11.500 Tonnen Streusalz gelagert, auf die im Notfall zurückgegriffen werden kann. Dieses Pufferlager wurde nach den Erfahrungen des Winters 09/10 angelegt. Damals waren die Streustofflieferanten wegen der europaweit hohen Nachfrage trotz entsprechend vertraglicher Verpflichtungen nicht in der Lage, genügend Streusalz zu liefern. Der LBM kann durch die zusätzliche Lagerkapazität des Pufferlagers auch bei minimaler Nachlieferung die Versorgungssicherheit deutlich erhöhen und regionale Engpässe ausgleichen. „Der Landesbetrieb ist für den Winter gut gerüstet“, betonte Jürgen Häfner. „Durch die moderne Streutechnik wird das Streusalz sehr wirtschaftlich und damit auch umweltschonend eingesetzt. Gleichzeitig bieten wir den Verkehrsteilnehmern die größtmögliche Sicherheit.“

Im vergangenen Winter wurden rund 224.000 Tonnen Streusalz vom LBM auf den Autobahnen, Bundes-, Landes- und Kreisstraßen im Land gestreut – nur rund 22.000 Tonnen weniger als im Rekordwinter von 2009/2010, in dem der Streusalzverbrauch bei rund 246.000 Tonnen lag. Die Mitarbeiter der Meistereien kamen dabei insgesamt auf mehr als 328.000 Arbeitsstunden.

Informationen rund um den Winterdienst finden Sie auch im Internet unter
http://www.lbm.rlp.de/Aufgaben/Strasse-Verkehr/Betriebs-und-Winterdienst/

Vorbereitung auf die Winterdienstsaison 2011/2012

(TMLBV 17.10.2011) „Der Winter ist für uns nicht nur eine Jahreszeit; er ist für die Gewährleistung der landesweiten Verkehrssicherheit oftmals eine große Herausforderung. Die Vorbereitungen auf den nächsten Winter haben wir jetzt abgeschlossen. Die Mitarbeiter des Winterdienstes sind für ihre Aufgabe gut gerüstet und werden dafür sorgen, dass der Verkehr im Freistaat auch bei winterlichen Straßenverhältnissen weiter rollt. Jetzt sollten sich auch die Verkehrsteilnehmer gut vorbereiten. Hierzu gehören Winterreifen, eine funktionierende Lichtanlage und ein voller Tank. Mit einer angepassten Fahrweise und einer etwas größeren Zeitreserve sollte es uns allen gelingen, gut durch den Winter zu kommen“, sagte Verkehrsminister Carius heute in Erfurt zum Abschluss der Vorbereitungen der Straßenbauverwaltung auf die bevorstehende Winterdienstsaison.

Auf den 500 km Autobahnen in Thüringen sind 5 staatliche Autobahnmeistereien mit 180 Straßenwärtern und 1 privater Betreiber auf 45 km der A 4 zwischen Gotha und der Landesgrenze Hessen im Einsatz. Gemeinsam werden sie mit einem Winterdienst von täglich 24 Stunden dafür sorgen, dass die Autobahnen mit möglichst wenigen, witterungsbedingten Behinderungen befahren werden können.

Dafür stehen insgesamt 43 mit Schneepflug und Streuer ausgerüstete Winterdienstfahrzeuge zur Absicherung der Grundlasten zur Verfügung. Bei extremen Witterungssituationen können diese um weitere 19 Winterdienstfahrzeuge sowie 6 Schneefräsen verstärkt werden. Daneben sollen 33 km Schneezäune an exponierten Stellen der Autobahn Schneeverwehungen möglichst verhindern bzw. reduzieren.

Die bis zum Winterbeginn ausreichend gefüllten, autobahnnahen Streusalzlager mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 16.300 t wurden in diesem Jahr um weitere 5.000 t in einem externen Lager erweitert. Darüber hinaus kann Thüringen auf 8.000 t aus der vom Bund betriebenen nationalen Streusalzreserve für Autobahnen in Magdeburg zurückgreifen. Somit verfügt Thüringen mit insgesamt 29.300 t über eine ausreichend gesicherte Streusalzlagerkapazität, die allein ca. 75 % des Gesamtverbrauches von ca. 40.000 t der vergangenen Winterdienstsaison 2010 / 2011 entspricht. Bedarfsgerechte Nachlieferungen sind vertraglich gesichert. 

150.000 Tonnen Streusalz für den Winter in Niedersachsen

(NSLSV 30.09.2011) Die niedersächsische Straßenbauverwaltung mit ihren 73 Autobahn- und Straßenmeistereien ist auf die kommende Wintersaison vorbereitet. Insgesamt stehen über 600 Winterdienstfahrzeuge für den Einsatz bereit - 150 für die Autobahnen, 450 für die Bundes- und Landesstraßen. Für den kommenden Winter wurden zur Erhöhung der Einsatzbereitschaft auch für den Bereich der Autobahnen zusätzliche Winterdienstfahrzeuge angemietet. 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich um schnee- und eisfreie Straßen in Niedersachsen - 475 auf den Autobahnen und 925 auf den Bundes- und Landesstraßen.

Die über 110 Streugutlager in Niedersachsen sind mit rund 150.000 t Streusalz gut gefüllt. Aufgrund der Streusalzknappheit des letzten Winters wurden die Lagerkapazitäten für Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen in Niedersachsen deutlich aufgestockt. So konnte die Straßenbauverwaltung u. a. an vier logistisch optimal gelegenen Standorten (in Lingen, Hildesheim und zwei Mal im Umkreis von Verden) größere Hallen anmieten, in denen 12.500 bis 25.000 Tonnen Salz gelagert werden können.

In Niedersachsen wurden in den letzten Jahrzehnten durchschnittlich 110.000 t Streusalz über die gesamte Wintersaison verbraucht. Zum Vergleich: im Ausnahmewinter 2009/2010 wurden etwa 220.000 t Salz auf die Straßen gebracht. Im Winter 2010/2011 waren es 160.000 t. Sobald im laufenden Betrieb der Bestand 80 % der Lagerkapazität unterschreitet, wird Salz nachbestellt. Außerdem wurden in den neu geschlossenen Lieferverträgen Mindestliefermengen pro Kalendertag festgeschrieben, die eine sichere Versorgung aller Landesteile mit Streugut gewährleisten sollen.

Eingesetzt wird ein bundesweites Straßenwetterinformationssystem (SWIS vom Deutschen Wetterdienst). Damit kann auf kritische Wetterlagen kurzfristig reagiert werden, so dass die Einsatzkräfte rechtzeitig verfügbar sind. Auch im kommenden Winter wird durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Autobahn- und Straßenmeistereien die Befahrbarkeit der Autobahnen rund um die Uhr und der Bundes- und Landesstraßen zwischen 6 und 22 Uhr gewährleistet.
Weitere Eckdaten:

  Die Lagerhallen der Autobahnmeistereien fassen zwischen 1.000 t und 1.300 t, die der Straßenmeistereien zwischen 600 t und 800 t. Hinzu kommen Stützpunkte mit Salzhallen oder Salzsilos.
  Ein Streufahrzeug kann mit 5 m3 Streusalz und 2 m3 Sole beladen werden. Das reicht für eine Streuschleife von ca. 40-50 km.
  Die Wintersaison dauert erfahrungsgemäß von Mitte Oktober bis Ende April.
  Bei einem landesweit flächendeckenden Winterdiensteinsatz werden an einem Tag rund 5.000 t Streusalz benötigt.
  Der Winterdienst wird auf etwa 17.700 km Straße durchgeführt, davon sind rund 1.400 km Autobahnen, 4.700 km Bundesstraßen, 8.000 km Landesstraßen und 3.600 km Kreisstraßen.

Der Winter kann kommen: Blaulicht und mehr Salz

(straßen.nrw 27.09.2011) Mit Blaulicht und mehr Salz will der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen dem kommenden Winter zu Leibe rücken. In diesem Jahr werden 135.000 Tonnen Streusalz eingelagert. Weitere 40.000 Tonnen werden als Reserve für die Landesstraßen und den kommunalen Bedarf eingelagert, kündigt Straßen.NRW im Vorfeld des NRW-Tages in Bonn an, an dem der Landesbetrieb sich unter anderem mit dem Thema Winterdienst präsentiert.

35 Fahrzeuge der 29 Autobahnmeistereien sollen zudem erstmals mit Blaulicht ausgestattet werden. Damit wird ein weiterer Beschluss des Winterforums von NRW-Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger zum Beginn des Jahres umgesetzt. Mit Blaulicht können die Fahrzeuge bei Verkehrsstillstand notfalls auch gegen die Fahrtrichtung räumen und sind weisungsbefugt gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern. "Mit unseren Maßnahmen wie dem Blaulicht für unsere Räumfahrzeuge sind wir in Nordrhein-Westfalen besser gerüstet denn je für den offiziellen Beginn der Winterdienstsaison im Oktober", sagte Minister Voigtsberger.

Mit rund 2.000 Straßenwärtern und 700 Fahrzeugen geht der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen in den Kampf gegen Eis und Schnee auf den 20.000 Kilometern Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen, für die er zuständig ist. Der anspruchsvolle Winterdienst auf den Autobahnen wird Tag und Nacht von einer Winterdienstzentrale mit Standorten in Hamm und Krefeld gesteuert. Hier laufen unter anderem die Daten von 260 Glättemeldeanlagen auf, die im Land installiert sind. 50 Millionen Euro hat der Winterdienst in der Saison 2010/11 (2009/10: 56 Millionen Euro) gekostet, dabei wurden 226.000 Tonnen Streusalz (2009/10: 282.000 Tonnen) auf die Straßen gebracht. 423.000 Arbeitsstunden fielen dabei in 2010/11 an.

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Mehr als nur Wegerecht - jetzt auch mit Blaulicht hoheitliche Rechte (Bild straßen.nrw )

NRW setzt Forderung nach nationaler Streusalzreserve durch

(MWEBWV 02.09.2011) Die von Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger vom Bund geforderte nationale Streusalzreserve wird eingerichtet: Ab kommenden Winter wird es eine Streusalzreserve in Höhe von 100.000 Tonnen zusätzlich zur normalen Salzbevorratung geben. „Damit sind wir für den nächsten Winter besser gerüstet: Die nationale Streusalzreserve soll im Notfall bei lang andauernden extremen Witterungslagen mit Schnee und Eis die Streusalzversorgung auf den Autobahnen sicher stellen“, sagte der Minister am Freitag (2. September).

Die Gespräche zwischen Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden zum Aufbau der Streusalzreserve für den Notfall wurden jetzt erfolgreich abgeschlossen. Danach wird das Land Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit Sachsen-Anhalt die Einlagerung der nationalen Streusalzreserve übernehmen. Von den 100.000 Tonnen Salz werden 60.000 in NRW und 40.000 in Sachsen-Anhalt dezentral an mehreren Standorten eingelagert. Zusätzlich wird der Landesbetrieb Straßenbau NRW für den nächsten Winter eine Streusalzreserve in Höhe von 40.000 Tonnen für den Landes- und kommunalen Bedarf aufbauen.

Zudem werden 35 Räumfahrzeuge der Autobahnmeistereien mit Blaulicht und Einsatzhorn ausgestattet. Damit ist es möglich, die Autobahnen in Nordrhein-Westfalen bei Verkehrsstillstand notfalls auch gegen die Fahrtrichtung zu räumen, insbesondere bei liegen gebliebenen und die Fahrbahn blockierenden LKW.

 „Mit der Streusalzreserve und den weiteren Maßnahmen setzen wir rechtzeitig vor dem nächsten Winter zentrale Vorschläge unseres Forums Wintermobilität im Januar um“, sagte Voigtsberger.

Winterdienst leistet Schwerstarbeit

(TMLBV 28.12.2010) „Die Verkehrslage in Thüringen ist aufgrund des harten Winters angespannt, aber nicht dramatisch. Der Verkehr auf den Autobahnen, den Bundes- und Landesstraßen läuft zurzeit trotz Schnee und Eis störungsfrei – auch wenn lokale Behinderungen bei diesen Wetterverhältnissen nie ausgeschlossen werden können.“ Das erklärte heute (Dienstag) Verkehrsminister Christian Carius in Erfurt. „Wir sind deshalb erfolgreich“, so Carius weiter, „weil die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Thüringer Winterdienstes seit Anfang Dezember tagtäglich fast rund um die Uhr im Einsatz sind und Schwerstarbeit verrichten. Für dieses leistungsstarke Engagement bin ich dankbar.“ Der Minister wies zudem darauf hin, dass es keinen akuten Engpass bei der Streusalzbevorratung in Thüringen gäbe. Die Depots seien noch knapp zur Hälfte gefüllt. Deshalb könne man vorerst von weitergehenden Maßnahmen zur Vermeidung von Streusalz-Engpässen absehen. „Wir gehen zudem sehr ökonomisch mit den Streusalzreserven um“, sagte Carius, „deshalb werden Autobahnparkplätze oder Standstreifen zurzeit zwar geräumt, aber nicht zusätzlich mit Streusalz abgesichert. Zur Verstärkung des Winterdienstes werden wir außerdem zehn zusätzliche Mitarbeiter befristet einstellen.“

Thüringer Winterdienst / Zahlen und Fakten

Zur Streusalzeinlagerung verfügt der Freistaat Thüringen im BAB-Bereich über 15 Salzlager, 2011 sollen weitere Depots installiert werden. An den 15 Standorten können für die fünf Autobahnmeistereien insgesamt 12.200 t Salz gelagert werden. Der bisherige Streusalzverbrauch beträgt 27.200 t. Demgegenüber wurden im Winter 2009/2010 zur Räumung der Autobahnen insgesamt 37.907 t Streusalz benötigt.  Um die Streusalzreserven nicht zu gefährden werden Autobahnparkplätze und Standstreifen seit Mitte Dezember zwar geräumt, nicht aber gestreut.

Insgesamt stehen für den Winterdienst 82 Fahrzeuge zur Verfügung. Derzeit sind 132 Straßenwärter im Drei-Schichtbetrieb landesweit im Einsatz. Zur Absicherung der Winterdienstleistungen werden jetzt kurzfristig zusätzlich zehn Mitarbeiter befristet eingestellt.

Nach Information der Thüringer Straßenwartungs- und Instandhaltungsgesellschaft mbH (TSI) stehen vertragsgemäß insgesamt 240 Räum- und Streufahrzeuge für den Einsatz zur Räumung von Bundes- und Landesstraßen sowie für Straßen in kommunaler Trägerschaft zur Verfügung. Darüber verfügt die TSI über 20 Schneefräsen und 18 Radlager. Das Dienstleistungsunternehmen mietet bei Bedarf zusätzlich Traktoren mit Schneepflug für Räumarbeiten an.

Die TSI verfügt nach eigenen Angaben in Thüringen über Salzlager an 42 Standorten. Die eingelagerte Salzmenge beträgt insgesamt rund 90.000 t. Der aktuelle Lagerbestand der TSI beträgt wird mit rund 21.490 t S treusalz beziffert. Aufgrund der erhöhten Nachfrage nach Streusalz beträgt die Zulieferung zurzeit 10.000 t im Monat. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 1.200 t/Tag kann der Winterdienst bei anhaltender Witterung bis Ende Januar 2011 gewährleistet werden.

Die Winterdienstbetreuung im Thüringer Straßenverkehrsnetz umfasst rund 500 Kilometer im Bereich BAB, 1270 Kilometer im Bereich Bundesstraßen und rund 3400 Kilometer Landesstraßen (letztere Angaben ohne Ortsdurchfahrten).

Vorfahrt für den Winterdienst
Autobahn-Räumdienst kostet bis zu 4 Millionen Euro pro Tag

(ADAC 17.12.2010) Der Winter hat noch gar nicht richtig angefangen, da reißen die Kosten für Räum- und Streueinsätze bereits tiefe Löcher in die öffentlichen Kassen. Wie der ADAC berechnet hat, kostet der Winterdienst auf den Autobahnen in Deutschland bis zu vier Millionen Euro pro Tag. Ungeachtet dessen dürfen die Autofahrer laut Club jedoch nicht automatisch geräumte Straßen erwarten. So sollen zwar die für die Verkehrssicherungspflicht auf Autobahnen zuständigen Bundesländer das Schneeräumen und Streuen nach besten Kräften durchführen. Eine tatsächliche Räum- und Streupflicht sieht das Bundesfernstraßengesetz aber nur an besonders gefährlichen Straßenstellen vor.
Die Einsatzkräfte richten sich nach Angaben des ADAC bei ihrem Kampf gegen Eis, Schnee und Matsch nach speziellen Straßenwetter-Vorhersagen. So kann genau kalkuliert werden, wie viel Feuchtsalz benötigt wird. Besondere Problemstrecken werden für den Winter optimal vorbereitet, indem Taumittel-Sprühanlagen installiert oder Eis hemmende Asphaltbeläge eingebaut werden. Ist mit Schnee und Eis zu rechnen, machen sich die Winterdienste bis spätestens fünf Uhr morgens durch Kontrollfahrten ein Bild von der Situation. Ist ein Räum- und Streueinsatz notwendig, kann er rechtzeitig vor Einsetzen des Berufsverkehrs durchgeführt werden.
Sind Fahrzeuge des Winterdienstes auf Autobahnen im Einsatz, sollten die Verkehrsteilnehmer besonders vorsichtig sein und Geduld mitbringen. Vor allem Überholvorgänge sollten vermieden werden, denn die Räumfahrzeuge fahren meist gestaffelt im Verband. Zudem ist vor den Räumfahrzeugen mit einem wesentlich schlechteren Fahrbahnzustand zu rechnen als hinter ihnen. Der ADAC rät, den Fahrzeugen mit ausreichendem Abstand zu folgen. Zu dicht auffahrende Autos werden mit Salz und Schneestaub bespritzt.

Streckendienst meisterte bereits erste Bewährungsproben
für den Winterdienst in Tirol und Vorarlberg
IPilotprojekt für Eis und Schnee auf Lkw-Dachplanen in Tirol geplant

(ASFING 16.11.2010) Bei den starken Schneefällen Mitte Oktober speziell im Bereich der A 13 Brenner Autobahn musste der Streckendienst der ASFINAG bereits die erste Bewährungsprobe für den Winterdienst bestehen. Die Vorbereitungen auf den Winter 2010/2011 waren intensiv und umfangreich.
Die ASFINAG Alpenstraßen GmbH ist für das hochrangige Straßennetz in Tirol und Vorarlberg verantwortlich. Fünf Autobahnmeistereien (vier in Tirol, eine in Vorarlberg) sorgen dabei mit den jeweiligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch bei Schneefall und Niederschlag in den Wintermonaten für möglichst hohe Verkehrssicherheit, rasche und effektive Schneeräumung auf Autobahnen und Schnellstraßen und eine möglichst störungsfreie Zur-Verfügung-Stellung dieser wichtigen Verkehrswege.
Dabei betreut der Streckendienst der ASFINAG 315 km Autobahnen und Schnellstraßen (223 in Tirol, 91 in Vorarlberg) – damit kümmern sich knapp 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den fünf Autobahnmeistereien samt den dazugehörigen Stützpunkten um den Winterdienst. Über 70 Räum-, Streu- und Nutzfahrzeuge stehen der ASFINAG für den bevorstehenden Winterdiensteinsatz in Tirol und Vorarlberg zur Verfügung. Dabei legt die ASFINAG neben den eigentlichen Räumtätigkeiten im Falle eines entsprechenden Niederschlages auch auf den präventiven Streudienst hohes Augenmerk. „Wir können dabei auf über 13.000 Tonnen Kapazität von Streusalz in den Salzsilos und Salzhallen zurückgreifen. Ein Vertrag mit einem aus unserer Erfahrung sehr verlässlichen Salzlieferant gibt auch in diesem Punkt große Sicherheit“, bestätigt ASFINAG-Geschäftsführer Klaus Fink. Für einen raschen und effektiven Einsatz im Bedarfsfalle sorgen abgestimmte und frühzeitig geplante Einsatzpläne der Mitarbeiter des Streckendienstes. Diese werden bei eigenen Winterdienst-Besprechungen jedes Jahr neu aufbereitet und zusammen mit Einsatzkräften den Fremddiensten, die bei Spitzenzeiten ebenfalls zum Einsatz kommen, abgestimmt. Bei einem Volleinsatz in Folge hoher Niederschlagsmengen kommen teilweise auch so genannte Fremddienste zum Einsatz – wie etwa auf der A 13 Brenner Autobahn oder auf der A 14 Rheintal Autobahn. Diese Abstimmung erfolgt auf kürzestem Wege, um diese zusätzlichen Hilfskräfte möglichst rasch aktivieren zu können
Die regional abgestimmte Wetterinformation der Austro Control ist weiterhin ein wertvolles, modernes Hilfsmittel, um nicht von Wintereinbrüchen überrascht zu werden. „Durch diese Prognosen ist es uns möglich, Bereitschaften und Dienstpläne entsprechend frühzeitig einzuplanen“, bestätigt Fink.
Auf den besonders exponierten Strecken im Tiroler und Vorarlberger Alpinland – speziell die A 13 Brenner Autobahn sowie die S 16 Arlberg Schnellstraße – ist verstärkt mit Wintereinsatz der ASFINAG zu rechnen, weisen doch beide Streckenzüge Höhenlagen von über 1300 Höhenmetern vor. Gerade dann ist sowohl der Winterdienst der ASFINAG, aber auch der wesentliche Beitrag der Verkehrsteilnehmer wichtig. „Winterdienst funktioniert nur miteinander. Das bedeutet, dass auch Verkehrsteilnehmer für gute Winterausrüstung an den Fahrzeugen vorsorgen, ihre Fahrweise an die herrschenden Verhältnisse anpassen und sowohl auf Geschwindigkeit und ausreichend Sicherheitsabstand achten“, erklärt Fink.
Herabstürzende Eisbrocken oder herunter gewehter Schnee von Lkw-Dachplanen sorgen vor allem in Tunnels für erhöhtes Gefahrenpotenzial – insbesondere in Gegenverkehrs-Tunnel. Aus diesem Grund plant die ASFINAG im kommenden Wintern 2010/2011 ein Pilotprojekt an den Start zu bringen, um bei diesem Themenbereich mehr Bewusstsein zu schaffen, aber auch Mittel und Wege anzubieten, diese Situationen zu vermeiden.
An den Standorten Gleinalmtunnel (am Nord- und Südportal) sowie an der A 12 Inntal Autobahn (Standorte Parkplatz Kronburg und Lkw-Stellplätze Vomp) wird die ASFINAG Gerüste errichten, die Lkw-Fahrern als Angebot zum Abkehren ihrer Dachplanen bei Anhängern zur Verfügung stehen werden. Somit verfügen Lkw-Fahrer über die Möglichkeit, auf das Gerüst sicher aufzusteigen und von erhöhter Position aus die Dachplanen von Eis und Schnee zu befreien. Dieses Pilotprojekt ist ein weiteres Angebot zur Vermeidung eines wesentlichen Sicherheitsrisikos bei einem der wichtigsten Kundensegmenten der ASFINAG, nämlich den Lkw-Fahrern. Dieses Angebot beruht auf der freiwilligen Nutzung durch die Verkehrsteilnehmer – die ASFINAG wird aber vor dem Wintereinbruch dieses Angebot noch medial begleiten. Nach dem ersten Winter wird die ASFINAG mit den gesammelten Erfahrungen ein Fazit dieses Pilotprojektes ziehen und diese in weitere Schritte und Planungen einfließen lassen. Dieses Pilotprojekt ist auch Bestandteil des „ASFINAG-Verkehrssicherheitsprogrammes 2020“.

Straßenmeistereien haben bereits Salz eingelagert und Fahrzeuge gewartet

(HSVV 11.11.2010) Der Winter mit Schnee und „Väterchen Frost“ kann in den Landkreisen Bergstraße und Odenwald kommen, denn hier ist das Amt für Straßen- und Verkehrswesen Bensheim (ASV) dafür verantwortlich, dass das knapp 1000 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraßen umfassende überörtliche Straßennetz auch in diesem Winter wieder sicher befahrbar ist. Hierzu wurden rund 2400 Tonnen Streusalz eingelagert. Bei längeren Dauereinsätzen werden die Hallen unverzüglich wieder aufgefüllt. 15 landeseigene Fahrzeuge wurden gewartet und mit den Winterdienst – Anbauten ausgerüstet und über 60 Mitarbeiter zuzüglich 5 Fremdunternehmen mit insgesamt 8 weiteren Fahrzeugen stehen bereit, wenn die ersten weißen Flocken fallen. Verantwortlich für den Straßenbetriebsdienst sind im Zuständigkeitsbereich des ASV Bensheim die Straßenmeistereien in Bad König, Beerfelden und Bensheim. Außer in den Salzhallen auf den Straßenmeistereien, wird Salz noch in den Winterstützpunkten in Fürth, Wald-Michelbach und Hirschhorn vorgehalten.

Der Umfang des zu erbringenden Winterdienstes ist bundesweit einheitlich festgelegt: Deshalb werden die Bundes- Landes- und Kreisstraßen in den Landkreisen Bergstraße und Odenwald von 6 bis 22 Uhr freigehalten. Gestreut werden auftauende Mittel. Das ist in der Regel mit Sole angefeuchtetes Salz (Feuchtsalz FS30). Der Vorteil: Es wirkt schneller, haftet besser auf der Straße und gibt auch weniger Streuverluste.

Damit den Bürgern auch in der kalten Jahreszeit ein leistungsfähiges Verkehrswegenetz als wesentliche Voraussetzung für die Mobilität unserer Gesellschaft zur Verfügung steht, wird der Winterdienst im 3-Schichtbetrieb durchgeführt. Angefangen wird im allgemeinen um 1.30 Uhr nachts, dann überprüft ein Mitarbeiter per Computer die Lage auf den Straßen. Glättemeldeanlagen, sprich Sensoren an markanten Stellen des Straßennetzes, melden Daten an die Straßenmeistereien und werden dort von den jeweils zuständigen Mitarbeitern ausgewertet. Zusammen mit Daten von Wettersatelliten, sie beobachten die Entwicklung der Großwetterlage, sind sie Grundlage für die Entscheidung, ob die Streufahrzeuge ausrücken müssen. Tritt der Ernstfall ein, startet kurz nach 1.30Uhr pro Fahrzeug ein Fahrer auf die Streu- und Räumtour, welche die Fahrer mit ihren Fahrzeugen bei Bedarf im Schichtbetrieb bis in die Abendstunden mehrfach wiederholen.“ Hierbei wird für die Routenplanung ein landesweit einheitliches Verfahren angewendet: Die Bewertung aller Streckenabschnitte erfolgt nach gleichen Kriterien. Neben anderen sind die Verkehrsbelastung, die Höhenlage, die Steigungsverhältnisse, die Linienführung, der öffentliche Nah– sowie Schulbusverkehr und Zufahrtswege für Krankentransporte und zu Schulen und Bahnhöfen maßgebliche Faktoren.

Die Vorkehrungen der Straßenmeistereien sind aber nur eine der Voraussetzungen für die Verkehrssicherheit in der kalten Jahreszeit. Die beiden anderen Bedingungen betreffen die Verkehrsteilnehmer direkt: Bei winterlichen Straßenverhältnissen ist es wichtig, dass die Verkehrsteilnehmer ihrer Verpflichtung nachkommen, Fahrzeuge rechtzeitig mit Winterausrüstung (Winterreifen, Schneeketten) auszustatten und ihr Fahrverhalten den Wetterverhältnissen anzupassen.

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Fahrzeug des Straßenbetriebsdienstes mit Räumschild (Bild HSVV)

Hessische Straßen- und Verkehrsverwaltung: Sind für den Winter gerüstet

(HSVV 15.10.2010) Die Hessische Straßen- und Verkehrsverwaltung (HSVV) ist auch in diesem Winter für den bevorstehenden Winterdienst auf den rund 16.800 Kilometern Straßen in ihrer Zuständigkeit gerüstet. Alle organisatorischen Vorkehrungen wurden getroffen, um einen zügigen Ablauf der Winterdiensteinsätze zu gewährleisten. Für den Einsatzfall stehen über 1.400 erfahrene Mitarbeiter, rund 450 Winterdienstfahrzeuge und zunächst 40.000 Tonnen Streusalz sowie 2,5 Millionen Liter Salzlösung bereit.

Burkhard Vieth, Präsident des Hessischen Landesamtes für Straßen- und Verkehrswesen: „Der Winterdienst der Hessischen Straßenbauverwaltung geht dabei weit über das vom Gesetzgeber geforderte Niveau hinaus. Das gewohnt hohe Niveau des Winterdienstes der HSVV ist rechtlich gesehen eine freiwillige Leistung, die jedoch eine wesentliche Grundlage für eine reibungslos funktionierende Volkswirtschaft auch unter winterlichen Witterungsbedingungen darstellt."

Rund um die Uhr wird dabei der Winterdienst auf den Autobahnen sowie auf verkehrlich besonders bedeutenden Bundesstraßen durchgeführt. Das übrige Straßennetz in der Zuständigkeit der hessischen Straßenbauverwaltung wird vorrangig zwischen 06:00 und 22:00 Uhr in einem befahrbaren Zustand (Befahrbarkeit) gehalten. Über die Hälfte der Winterdiensteinsätze auf diesen Straßen beginnen dabei aber bereits deutlich vor 06:00 Uhr – nur so können Behinderungen infolge von Schnee, Reif oder Eis noch vor Einsetzen des Berufsverkehrs vermieden werden. Die Befahrbarkeit einer Straße als Anforderungsniveau im Winterdienst schließt aber mit ein, dass je nach Intensität des Winters teilweise mit Behinderungen durch Schneereste oder je nach Einsatzdauer des Winterdienstes stellenweise auch mit einer geschlossenen Schneedecke gerechnet werden muss.

Die Entscheidung zur Durchführung und dem Umfang der einzelnen Winterdiensteinsätze fällt aufgrund spezieller Wetterinformationen, der Datenauswertung eigener Glättemeldeanlagen sowie auf der Basis langjähriger Erfahrungswerte der Mitarbeiter vor Ort.

Auch die beste Vorbereitung, Organisation und Durchführung des Winterdienstes kann jedoch keine Garantie für schnee- und eisfreie Straßen geben. Die Räum- und Streufahrzeuge der HSVV können nicht überall gleichzeitig sein. Eine den winterlichen Fahrbahnverhältnissen angepasste Fahrweise und die entsprechende Ausrüstung des Fahrzeuges sind ein notwendiger Beitrag eines jeden Verkehrsteilnehmers, um die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs auch unter winterlichen Wetterbedingungen aufrechtzuerhalten.

Winterdienst der Autobahn- und Straßenmeistereien
ist für die Wintermonate gerüstet

(MUNV 10.11.2010) Mit überfrierender Nässe und den ersten Schneefällen beginnt in den Straßen- und Autobahnmeistereien des Landes wieder der Winterdienst. Für die Straßenwärter bedeutet dies erhöhte Arbeitsbelastung, häufige Bereitschaftsdienste und gelegentliche Überraschungen, wie manch schneereicher Winter gezeigt hat. "Trotz aller Anstrengungen können die Autofahrer keine Straßenverhältnisse wie im Sommer erwarten", warnte Umwelt- und Verkehrsministerin Tanja Gönner am 10. November 2010 die Verkehrsteilnehmer. Zugleich appellierte Gönner an alle Autofahrer, ihre Fahrzeuge wintertauglich auszurüsten und ihr Fahrverhalten der Situation anzupassen. "Für Winterreifen und in Hochlagen auch Schneeketten ist es jetzt höchste Zeit. Ich empfehle jedem Autofahrer eindringlich, bei Schnee und Eis nur mit Winterreifen zu fahren", so Gönner. Das Land werde den Vorstoß von Bundesverkehrsminister Ramsauer, eine konkrete Winterreifenpflicht in der Straßenverkehrs-Ordnung zu verankern, im Bundesrat unterstützen. Unabhängig vom Zeitpunkt des Inkrafttretens der Neuregelung müsse jeder Autofahrer aber auch selbst ein Interesse an einer den Wetterverhältnissen entsprechenden Ausrüstung haben. Denn bei Eis, Schnee und Matsch komme es immer wieder zu schweren Unfällen.

Besondere Vorsicht sei auf Brücken und schattigen Waldstrecken geboten. Auch Kuppen, Kurven und Gefällstrecken verlangten im Winter eine höhere Aufmerksamkeit und eine der Glättegefahr angepasste Fahrweise. "Nutzen Sie das Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs oder verschieben Sie bei widrigen Witterungsverhältnissen nicht unbedingt notwendige Fahrten. Fahren Sie auf Nummer sicher und helfen Sie bei extremen Schneefällen oder Eisregen durch Verzicht auf Autofahrten mit, ein Verkehrschaos zu vermeiden", sagte Gönner. Bei extremen winterlichen Verkehrsverhältnissen sollten die Verkehrsteilnehmer ihr Fahrzeug auch einmal stehen lassen.

Auf dem über 1.040 Kilometer langen Autobahnnetz biete die Straßenbauverwaltung des Landes Baden-Württemberg einen Winterdienstservice rund um die Uhr an. Die Autobahnmeistereien ordneten bei winterlichen Verhältnissen nachts Arbeitsbereit-schaften an, um sicherzustellen, dass die Autobahnen rund um die Uhr befahrbar bleiben.

Im nachgeordneten, über 26.000 Kilometer langen Netz der Bundes-, Landes- und Kreisstraßen liege die Verantwortung bei den Landratsämtern und Stadtkreisen. Der Winterdienst der Straßenmeistereien beginne in den frühen Morgenstunden meist gegen 4.00 Uhr, damit die betreuten Straßen regelmäßig ab 6.00 Uhr befahrbar seien, und ende in der Regel um 22.00 Uhr. Bei unsicherer Wetterlage richteten die Straßenmeistereien in diesem Zeitraum Rufbereitschaften ein, um schnell einsatzbereit zu sein. Unterstützt würden die Autobahnmeistereien und Straßenmeistereien durch das Straßenwetterinformationssystem und örtliche Glättemeldeanlagen.

Inner-orts liege die Verantwortung für den Winterdienst auf den Bundes-, Landes- und Kreisstraßen bei den Städten und Gemeinden, die von den Straßenmeistereien der Landratsämter nach besten Kräften unterstützt würden. Die Streugutlager seien gefüllt und auch die Kommunen dürften die Konsequenzen aus dem letzten Winter mit Streumittelknappheit und Lieferschwierigkeiten gezogen und vorgesorgt haben. Der lange und harte Winter 2009/2010 hatte zahlreiche Verkehrsbeeinträchtigungen im Land zur Folge. Durch das unermüdliche Engagement der Winterdienste und einem Rekordverbrauch an Streusalz sind jedoch chaotische Verkehrsverhältnisse ausgeblieben.

Trotz einer großen Zahl an Winterdienstfahrzeugen könne bei flächendeckender Schnee- und Eisglätte aber nicht immer und überall gleichzeitig geräumt und gestreut werden. Dies wirke sich vor allem während der Hauptverkehrszeiten oder auf der Fahrt in die Wintersportgebiete aus. Selbst auf hochbelasteten Verkehrsachsen wie den Autobahnen, deren Leistungsfähigkeit bei winterlichen Verhältnissen erheblich zurückgehe, seien bei starkem Schneefall zeitweise Verkehrsbehinderungen nicht immer zu vermeiden. Oft würden bereits einzelne liegengebliebene Fahrzeuge bei plötzlicher Eisglätte den gesamten Verkehr zum Stillstand bringen. Wichtig sei daher, unbedingt Fahrgassen für die Räumfahrzeuge freizuhalten, damit diese rasch räumen und streuen könnten. "Der Winterdienst tut alles, um die Straßen von Schnee und Eis zu befreien. Unmögliches kann aber nicht geleistet werden – dafür bitte ich alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis. Damit der Umweltschutz nicht auf der Strecke bleibt, gilt die Devise: So viel Salz wie nötig und so wenig wie möglich", betonte Gönner.

Winterdienst in Sachsen ist bereit

(SMWA 09.11.2010) Der Winter kann kommen - Sachsens Straßen- und Autobahnmeistereien sind bereit. Den für den Winterdienst zuständigen Landkreisen und dem Autobahnamt stehen mehr als 300 Fahrzeuge mit Streu- und Räumtechnik und 95 Anbauschneefräsen zur Verfügung. Das Autobahnamt Sachsen trägt die Verantwortung, das 531 km lange sächsische Autobahnnetz von Schnee und Eis zu befreien, die Straßenmeistereien betreuen weitere 13.219 km Bundes-, Staats- und Kreisstraßen .Darüber hinaus können weitere rund 280 LKW und Traktoren eingesetzt werden, für die die Meistereien Verträge mit privaten Unternehmen geschlossen haben.

Für den Start sind die Salzlagerhallen bereits mit insgesamt rund 55.000 Tonnen Auftausalz gut gefüllt. Bei Bedarf ist Nachschub bei den Lieferanten vertraglich abgesichert.

An verwehungsgefährdeten Abschnitten werden insgesamt rund 355 km Schneeschutzzäune aufgestellt. Dort, wo es möglich ist, haben die Mitarbeiter der Straßenmeistereien bereits mit der Aufstellung begonnen. Wenn die Landwirte ihre Felder abgeerntet haben, werden die restlichen Zäune folgen.

„Ab dem 15. Dezember ist auch die rund 10 Kilometer lange Baustelle der A 14 zwischen Mutzschen und Leisnig verschwunden. Viele Autofahrer werden aufatmen, wenn es im Winter wieder freie Fahrt auf der A14 gibt,“ so der sächsische Verkehrsminister Sven Morlok (FDP) anlässlich seines Besuches in der Autobahnmeisterei Dresden-Hellerau. Dort überzeugte sich der Minister von der Bereitschaft des Winterdienstes.

Doch auch die Kraftfahrer müssten ihren Teil dazu beitragen, um gut über den Winter zu kommen. „Angemessene Fahrweise und ein intaktes Fahrzeug sind unerlässlich, um sicher durch die kalte Jahreszeit zu kommen. Der Fahrzeugcheck, Winterreifen und ein Lichttest sind das A und O. Zusätzliche Sicherheit schafft es, wenn man sich vor Beginn jeder Fahrt über die Straßenverhältnisse informiert und darauf einstellt.“ 

Traditionell in der letzten Oktoberwoche fand gemeinsam mit den Autobahnpolizeirevieren bereits der „interne TÜV“ für die sieben sächsischen Autobahnmeistereien statt. Dabei wurden vor allem die verschleißanfällige Technik, Hydraulik, Streueinrichtungen und Räumschilde überprüft. Seit November gilt der „Winterfahrplan“ für die Mitarbeiter, die rund um die Uhr dafür sorgen, dass die Autobahnen frei von Schnee und Eis bleiben, wenn es sein muss, im Drei-Schicht-Betrieb.

Der Winter 2010/2011 kann kommen - mehr Salz eingelagert

(straßen.nrw 27.10.2010) Straßen.NRW geht in diesem Winter an die Grenzen seiner Lagerkapazitäten, was den Streusalzvorrat angeht. Rund 135.000 Tonnen werden in diesen Tagen für die anstehende Wintersaison eingelagert und damit noch mal zehn Prozent mehr als im vergangenen Winter. In den 210 in Nordrhein-Westfalen verteilten Salzhallen sollen immer mindestens 60.000 Tonnen lagern. Mit diesem Mindestvorrat wäre ein fünftägiger landesweiter Dauereinsatz gesichert. Damit der Mindestvorrat eingehalten werden kann, wird bereits bei einer Lagermenge von 85.000 Tonnen nachbestellt. "Wir vergrößern somit den Puffer, um Zeitverzögerungen bei den Lieferungen besser überbrücken zu können", erklärte Straßen.NRW-Hauptgeschäftsführer Winfried Pudenz in Gelsenkirchen.
"Sollte es dennoch wieder eng werden, müssten wir priorisieren zugunsten der wichtigsten Straßen", so Pudenz.

2.000 Straßenwärter in 84 Autobahn- und Straßenmeistereien stehen parat, um die 20.000 Kilometer Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen in Nordrhein-Westfalen möglichst schnee- und eisfrei zu halten. In der Straßen.NRW-Winterdienstzentrale mit den Standorten in Hamm und Krefeld, die spätestens Anfang November ihren 24-Stunden-Rhythmus aufnimmt, werden die regionalen Straßenzustands- und Wetterinformationen erstellt, damit die Einsatzleiter wissen, was das Wetter in den kommenden 24 Stunden bringt. Auf diese Weise können die Straßenwärter und die vertraglich gebundenen Unternehmer mit insgesamt 700 Fahrzeugen landesweit zum Winterdienst ausrücken. Auf den Autobahnen hat vor allem der vorbeugende Winterdienst eine hohe Priorität, um Glätte von vornherein erst gar nicht entstehen zu lassen. Die für die Einsatzauslösung erforderlichen Daten liefern unter anderem 260 Glättemeldeanlagen, die an strategischen Orten - insbesondere im Autobahnnetz - installiert sind.

Im vergangenen Winter war nichts "normal": Der Winter war, verglichen mit den vergangenen 30 Jahren, in NRW um 1,8 Grad Celsius zu kalt. Im Dezember war es dabei zunächst über einen längeren Zeitraum sehr kalt bei gleichzeitigen Niederschlägen, ab Januar gab es bis in den März hinein häufige und lang anhaltende Schneefälle. Diese Schneefälle traten vor allem auch in Norddeutschland auf, wo es sonst eher weniger schneit. Die Gesamtsituation führte zu einem hohen Salzbedarf, auch bei den europäischen Nachbarn, und damit zu einer angespannte Lage auf dem Salzmarkt. Für Nordrhein-Westfalen folgte daraus der teuerste und intensivste Winterdiensteinsatz seit vielen Jahren. Rund 59 Millionen Euro Kosten für Salz, Personal- und Geräteeinsatz standen zum Schluss zu Buche und damit 33,4 Millionen Euro mehr als in einem "normalen" Winter.

"NRW hat sich gemeinsam mit den anderen Ländern und dem Bund unmittelbar im Anschluss an diesen außergewöhnlichen Winter zusammen gesetzt, um die Ideen zum besseren Umgang mit solchen unerwarteten Witterungen zu erarbeiten. Dabei wurden ausdrücklich auch kommunale Experten mit einbezogen; denn die Salzknappheit hatte ja in besonderem Maße die Kommunen getroffen", sagte Michael Heinze, stellvertretender Abteilungsleiter für Straßenbau im Verkehrsministerium. "Wir ziehen in diesem Winter erste Konsequenzen, etwa mit dem verbesserten Salzmanagement und erhöhten Lagerkapazitäten", so Heinze.

Flüssige Zukunft?
In diesem Winter setzt Straßen.NRW seine Versuche mit dem so genannten Flüssigstreuen fort. In den Autobahnmeistereien Herford und Werl sind Fahrzeuge stationiert, die Sole - also in Wasser aufgelöstes Salz - auf die Fahrbahn sprühen anstatt Salz zu streuen. Die Winterdienstexperten erhoffen sich eine Erhöhung der Verkehrssicherheit und einen geringeren Verbrauch von Streusalz. Die Sole soll sich besser auf den Straßen verteilen, nicht so schnell verdrängt werden wie Streusalz und schneller wirken, weil das Salz sich nicht erst auflösen muss. In den skandinavischen Ländern haben die Straßenbauverwaltungen gute Erfahrungen mit dieser Methode gemacht. Sie könnte auch die Zukunft im Winterdienst in NRW sein. Der Nachteil ist allerdings, dass die Sole bei weniger als minus sieben Grad Celsius nicht mehr taut.

Weitere Informationen:

Straßen.NRW.de Wie funktioniert der Winterdienst?

>Tag des Winterdienstes<

(TLMBV 28.10.2010) „Der Thüringer Winterdienst ist der zuverlässige Partner für Schneeräumung, Eisglättebekämpfung und Streudienst. Dabei ist Winterdienst ein harter Job. Bei strengen Wintern beginnt bereits morgens um 04.00 Uhr der Dienst für die Straßenwärter. Und oft sorgen verschneite oder vereiste Straßen für Überstunden. Da ist viel Engagement erforderlich, das es besonders zu würdigen gilt. Deshalb begehen wir heute den 1. Tag des Thüringer Winterdienstes.“ Das sagte Verkehrsminister Christian Carius beim Besuch der Autobahnmeisterei Zella-Mehlis. Der Tag des Winterdienstes ist Teil der Verkehrssicherheitskampagne „Denken.Fahren.Ankommen.“

Der Minister informierte sich vor Ort über den Stand der Vorbereitungen für den herannahenden Winter. Er konnte sich davon überzeugen, dass die Streusalz-Lager gut gefüllt sind und der Fahrzeugpark bestens aufgestellt ist. Carius erklärte dazu: „Die Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Zella-Mehlis sind ausgezeichnet auf ihre Aufgaben vorbereitet.“ Er appellierte in diesem Zusammenhang an alle Thüringer Autofahrer unbedingt in der kalten Jahreszeit Winterreifen aufzuziehen und damit zur Verkehrssicherheit beizutragen.

„Wir werden auch im Winter 2010 / 11“, so der Minister weiter, „als freiwillige Leistung die Kommunen beim Abtransport von Schnee finanziell unterstützen und damit zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit beitragen. Unterstützung wird für den Abtransport von Schnee im Zuge von Ortsdurchfahrten auf und an Bundes- und Landesstraßen gewährt, sofern

     o durch die Schneemassen Verkehrsgefährdungen entstehen,
     o der Abtransport durch Dritte vorgenommen wird und
     o die Notwendigkeit der Maßnahme durch den zuständigen Gebietsingenieur des jeweiligen Straßenbauamtes bestätigt wird.

Betroffene Kommunen können den Antrag zur Unterstützung beim Abtransport von Schnee an das zuständige Straßenbauamt richten.

Streumethode neu1

Solestreuer (Bild LBM)

LBM und BASt testen neue Streumethode für Winterdienst
Bundesweit sind nur vier Meistereien an dem Pilotprojekt beteiligt

(LBM 09.06.2010) Der Landesbetrieb Mobilität und die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) testen zurzeit in der Autobahnmeisterei Mendig einen sogenannten Solestreuer. Dabei handelt es sich um ein Fahrzeug mit einer neuen Streutechnik im Winterdienst, die künftig bundesweit beim vorbeugenden Streuen das bislang gebräuchliche Feuchtsalz ablösen könnte. An dem Pilotprojekt sind derzeit bundesweit vier Meistereien beteiligt. Außer in Rheinland-Pfalz wird dieser neue Streuertyp noch in je einer Meisterei in Brandenburg, in Baden Württemberg und in NRW getestet.

Hintergrund:
Die BASt hat von 2006 bis 2008 untersuchen lassen, wie lange Feuchtsalz auf der Fahrbahn liegen bleibt. Ergebnis: Wenn man vorbeugend streuen möchte, ist der Einsatz von Feuchtsalz nicht die ideale Streumethode. Die Salzkörner werden zum Beispiel durch den Verkehr an den Fahrbahnrand geweht, statt möglichst lange auf der Fahrbahn wirken zu können. Daher testet unter anderem der Landesbetrieb Mobilität nun gemeinsam mit der BASt, ob der Einsatz von Sole statt Feuchtsalz hier bessere Ergebnisse erzielt. Die Solestreuung hat sich in Skandinavien schon bewährt.

Der neue Kombistreuer
  * 10.500 Liter Sole und sechs Tonnen Trockensalz können transportiert werden à Gesamtgewicht des Fahrzeugs dann 32 Tonnen
  * Drei Düsenblöcke verteilen die Salzsole, so dass gleichzeitig drei Fahrstreifen auf einer Strecke von 50 bis 60 Kilometern gestreut werden können
  * Reine Salzsole kann von vier Meter bis 11,25 Meter Breite (drei Fahrstreifen) gestreut werden
  * Feuchtsalz auf einer Breite von vier Metern bis zwölf Metern

Die Tests:
Es muss ermittelt werden,
- ob sich genügend Salz auf der Fahrbahn befindet;
-ob sich die Sole bei der realen „Streugeschwindigkeit“ von 60 km/h gleichmäßig auf der gesamten Streubreite verteilt
- wie lange das Salz auf der Fahrbahn bleibt, wenn Verkehr darüber rollt.

Die Tests finden auf dem Parkplatz Hummerich auf der A 61 zwischen der AS Kruft und der AS Plaidt statt. Hier hat die AM Mendig vor einigen Jahren ein spezielles Testfeld angelegt, auf dem ein Streufahrzeug mit der auf Autobahnen typischen Streugeschwindigkeit von 60 km/h fahren kann. Um zu messen, wie viel Salz bei der Solestreuung tatsächlich auf der Fahrbahn bleibt, müssen die Tester auf ein spezielles Gerät zurückgreifen. Dieses Gerät saugt in einer Art Spülvorgang die Salze, die sich auf der Fahrbahn befinden, auf. Der Salzgehalt kann dann mit einer chemischen Analyse gemessen werden.

Dank an Räum- und Streudienste für unermüdliches Engagement

Drei Monate Dauereinsatz konnten chaotische Straßenverhältnisse verhindern
Winterdienst 2009/10 brach alle Rekorde

(MUNV 17.03.2010) Umweltministerin Tanja Gönner sprach bei einem heutigen Besuch der Autobahnmeisterei Ulm-Dornstadt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Räum- und Streudienste im Land ihren Dank für das in den vergangenen Monaten unermüdliche Engagement, die Straßen von Schnee und Eis zu befreien, aus. "Der lange und harte Winter hat zu zahlreichen Verkehrsbeeinträchtigungen im Land geführt. Es ist jedoch vor allem dem unermüdlichen Engagement der Winterdienste zu verdanken, dass trotz dieser extremen Wetterbedingungen chaotische Straßenverhältnisse ausgeblieben sind. Die hohe Leistungsbereitschaft der Winterdienste im Land bei Tag und Nacht und bei jedem Wetter verdient große Anerkennung."

Der Winterdienst des zu Ende gehenden Winters 2009/10 breche alle bisherigen Rekorde, so Verkehrsministerin Gönner. Allein auf den 1.040 Autobahnkilometern im Land seien über 75.000 Tonnen Salz gestreut worden. Das ist doppelt so viel wie im langjährigen Durchschnitt und liegt etwa zehn Prozent über dem bisherigen Spitzenverbrauch von 68.000 Tonnen Salz im Winter 2004/05. Ausgezahlt habe sich in diesem Jahr die Vorsorgestrategie des Landes. Dadurch konnten Engpässe beim Streusalz vermieden werden. "Angesichts der besonderen Topographie und der Höhenlagen in Baden-Württemberg hat es sich als richtig erwiesen, ausreichend Salzmengen zu bevorraten und kurze Lieferfristen zu vereinbaren." Landesweit könnten entlang der Bundesautobahnen insgesamt 38.000 Tonnen Salz bevorratet werden. In der Autobahnmeisterei Ulm solle außerdem die Lagerkapazität im kommenden Jahr von 1.000 auf 1.500 Tonnen Salz aufgestockt werden. In einzelnen Kommunen habe es Streusalzengpässe gegeben mit der Folge, dass der innerörtliche Winterdienst eingeschränkt werden musste. "Es liegt in der Entscheidung der Kommunen, sich für die Zukunft ausreichend Spielraum zu verschaffen", so Gönner.

"An 86 der vergangenen 90 Tage mussten die Schneeräumfahrzeuge der Straßenmeistereien im Land ausrücken. Die Frauen und Männer waren damit über drei Monate nahezu im Dauereinsatz", so Umwelt- und Verkehrsministerin Gönner. Über 120.000 Arbeitsstunden der Autobahnmeistereien entfielen darauf, die Autobahnen zu streuen und schneebedeckte Fahrbahnen zu räumen. Rund 25.000 Überstunden häuften sich bei den Beschäftigten an. Die Gesamtkosten belaufen sich auf geschätzt über 15 Millionen Euro. "Wir haben die große Hoffnung, dass der Frühling jetzt auch da ist und der Winterdienst auf ein in einem Monat März normales Niveau zurückgefahren werden kann. Neben dem enormen personellen Aufwand zieht dieser Winter eine große finanzielle Belastung nach sich."

Außerdem würden mit den ersten Frühlingsboten zusehends die weiteren Folgen des frostreichen Winters sichtbar: Besonders an bereits vorgeschädigten Fahrbahnbelägen kämen kleine wie auch größere Schlaglöcher ans Licht. "Einen vollständigen Überblick über die Frostschäden werden wir erst Ende April nach Ende der Frostperiode haben. Dann werden wir klarer sehen und eine abschließende Bilanz ziehen können." Nach einer ersten Schätzung belaufen sich die Kosten für die Beseitigung der gröbsten Schäden allein an den Landesstraßen auf mindestens fünf bis zehn Millionen Euro. "Ein Schwerpunkt im Straßenbau muss in den nächsten Jahren auf dem Erhalt unserer Straßen liegen", betonte Gönner
 Ergänzende Informationen für die Redaktionen:

Winterdienst in Baden-Württemberg
- Autobahnen
:
15 Autobahnmeistereien mit rund 370 Beschäftigten stellen den Winterdienst entlang der 1.040 Autobahnkilometer mit insgesamt 140 Räum- und Streufahrzeugen sicher.

- Bundes-, Landes- und Kreisstraßen:
Rund 90 Straßenmeistereien und Bauhöfe der Stadt- und Landkreise sorgen für freie Straßen auf 26.400 Kilometern.

Wie entstehen Frostschäden?
Mit den Jahren altern die Fahrbahnbeläge und es entstehen infolge der Belastungen aus dem Verkehr feine Risse in der oberen Asphaltdecke. Durch diese Risse kann Oberflächenwasser in die Fahrbahn eindringen. Bei Minustemperaturen gefriert das Wasser und dehnt sich im Asphaltbelag unter Volumenzunahme aus. Setzt dann das Tauwetter ein, schmilzt das Eis und es bilden sich Hohlräume im Asphaltbelag. Durch die Belastung aus Verkehr bricht der Hohlraum ein. Der Asphalt beginnt zu bröseln, das Ergebnis: ein Schlagloch

Wer kommt für Frostschäden auf? Wer repariert Frostschäden?
Kleine Frostschäden an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen werden im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht von den dafür zuständigen Unteren Verwaltungsbehörden, den Land- und Stadtkreisen mit ihren Straßenmeistereien sofort repariert. Hierfür erhalten sie entsprechende Betriebsmittelzuweisungen von Bund, Land und Kreis.
Den für die Unterhaltung der Landes- und Bundesstraßen zuständigen Unteren Verwaltungsbehörden bei den Stadt- und Landkreisen werden für den betrieblichen Straßenerhalt jährlich 13 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.
Größere Erhaltungsmaßnahmen werden von den vier Regierungspräsidien im Land betreut. Insgesamt stehen in diesem Jahr für die Erhaltung der Landesstraßen rund 70 Millionen Euro zur Verfügung. Für die Erhaltung der Bundesfernstraßen werden voraussichtlich insgesamt 160 Millionen Euro investiert.

Beurteilung der Streustoffverteilung im Winterdienst

(BASt 23.02.2010) In den Wintermonaten geschehen zahlreiche Verkehrsunfälle aufgrund von Straßenglätte. Eine wirksame Glättebekämpfung setzt unter anderem das Ausstreuen von Tausalzen in ausreichender Menge und möglichst gleichmäßiger Verteilung voraus. Um diesen Prozess zu automatisieren, wurden zwei neue Verfahren zur quantitativen Bestimmung der Streustoffverteilung bewertet. Darüber hinaus wurde eine empirische Untersuchung zur Bestimmung der Wiederholbarkeit der Streustoffverteilung beim Einsatz des Kehrverfahrens durchgeführt.

Problem

Eine effiziente Glättebekämpfung mit Streumaschinen setzt eine gleichbleibende Streulage von Tausalzen bei verschiedenen Streudichten und Fahrgeschwindigkeiten voraus. Bislang ist dieser Prozess nicht automatisiert. Die Streufahrzeugführer müssen daher während des Einsatzes eine Nachregulierung vornehmen. Eine genaue Kontrolle der Streustoffverteilung während des Einsatzes durch den Fahrer des Streufahrzeuges erweist sich unter verschiedenen Bedingungen als sehr schwierig. Einen wesentlichen Einfluss auf die Streubildqualität hat auch das eingesetzte Tausalz. Die Streumaschine muss für das jeweils genutzte Tausalz entsprechend justiert sein. Für die Beurteilung von Streubildern für die Feuchtsalzausbringung gab es bisher keine Verfahren zur quantitativen Bestimmung der Streustoffverteilung.
Untersuchungsmethode

Es wurden zwei neue Verfahren zur Tausalzverteilung untersucht. In einem ersten Verfahren wurden die Streustoffe über Gummimatten ausgebracht und anschließend abschnittsweise aufgesaugt. Beim zweiten Verfahren (Kehrverfahren) wurden sie direkt auf die Fahrbahn ausgebracht. Danach wurden die Streustoffe abschnittsweise wieder aufgenommen. Die anschließende Wägung der Streustoffe lässt eine Bewertung der durchschnittlichen Verteilung in diesen Abschnitten zu. Außerdem wurde die Wiederholbarkeit der Prüfergebnisse des letztgenannten Kehrverfahrens empirisch überprüft. Dabei wurden weitere Einflüsse wie Fahrbahneigenschaften, Witterung und mögliche Fehler bei der Prüfungsdurchführung auf die Streubilder analysiert.

Ergebnisse

Mit beiden Verfahren ist eine Beurteilung von Feuchtsalzstreubildern bei praxisgerechten Fahrgeschwindigkeiten möglich. Das erste Verfahren ist bei der Aufnahme der Streustoffe sehr genau. Es ist aber durch die Herstellung der Prüffläche mit den Gummimatten recht aufwändig. Die Durchführung des zweiten Verfahrens ist schneller zu realisieren. Es konnte eine Wiederfindungsrate über 80 Prozent für feinkörnige Tausalze sowie über 90 Prozent für die in Deutschland meist verbreiteten Steinsalze nachgewiesen werden. Die Untersuchung zur Wiederholbarkeit von Prüfergebnissen des Kehrverfahrens ermöglichte Angaben über die bei der Prüfungsdurchführung entstehenden Toleranzen.

Mit diesem Verfahren waren bei älteren Streumaschinen große Unterschiede in der Streustoffverteilung festzustellen. Neuere Streumaschinen erfüllten bis zu einer Geschwindigkeit von 40 km/h die empfohlenen Anforderungen an die Streustoffverteilung. Bei höheren Geschwindigkeiten (bis 60 km/h) entsprach die Streustoffverteilung den Anforderungen in der Regel nicht mehr.

Folgerungen

Das Kehrverfahren hat sich bei durchgeführten Prüfungen der Feuchtsalzverteilungen bewährt. Unter den entsprechenden Voraussetzungen führt es zu ausreichend genauen Ergebnissen. Es wird empfohlen, die Erkenntnisse aus der Untersuchung zur Beurteilung der Streustoffverteilung in Hinweispapiere der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen einzuarbeiten. Von einer breiten Umsetzung der Erkenntnisse durch Hersteller und Anwender ist ein qualitätsgerechteres und sparsameres Ausbringen von Streustoffen zu erwarten.

Streustoffverteilung

Ausbringung von Tausalzen zur Beurteilung der Streustoffverteilung
(Bild: Horst Badelt, BASt)

Winterliche Witterungsbedingungen und Lieferschwierigkeiten der Salzlieferanten bereiten erhebliche Probleme

Voller Service wird für verkehrsbedeutsame Straßen aufrechterhalten

(HSVV 12.02.2010) Mit erheblicher Kraftanstrengung hat die Hessische Straßen- und Verkehrsverwaltung ihren Teil dazu beizutragen, dass den Verkehrsteilnehmern in diesem Winter bis dato das Streckennetz des Landes Hessen von rund 16.800 Kilometern Autobahnen, Bundes-, Landes- und Kreisstraßen weitestgehend uneingeschränkt zur Verfügung stand.

Zusammen mit den Lieferschwierigkeiten der Salzlieferanten stellen die lang anhaltenden winterlichen Witterungsbedingungen mit aufeinanderfolgenden Frost und Frost-Tau-Perioden als auch intensivem Schneeaufkommen den Winterdienst aber vor erhebliche Probleme.

Burkhard Vieth, Präsident des Hessischen Landesamtes für Straßen- und Verkehrswesen (HLSV): „Mit heutigem Stand haben wir bereits rund 165.000 Tonnen Streusalz auf die Straßen gebracht, das entspricht dem 1,5 fachen eines durchschnittlichen Winters. Vor dem Hintergrund der Lieferschwierigkeiten der Salzlieferanten können wir den von den Verkehrsteilnehmern gewohnten Service nunmehr nicht mehr uneingeschränkt für das gesamte hessische Streckennetz aufrecht erhalten. Priorität in der Betreuung müssen bis auf Weiteres verkehrswichtige Teile des Streckennetzes wie Bundesautobahnen und Bundesstraßen haben."

Für die Verkehrsteilnehmer bedeutet das, dass sie sich auf Einschränkungen in der Verfügbarkeit des hessischen Streckennetzes, vor allem bei den weniger befahrenen Straßen einstellen müssen. Die regionalen Begebenheiten können Verkehrsteilnehmer den Medien vor Ort entnehmen.

Vieth: „Wir bitten die Verkehrsteilnehmer um Verständnis und empfehlen – nicht nur im Interesse ihrer eigenen Sicherheit – das Fahrverhalten den Witterungsbedingungen anzupassen."

Winterdienst-Einschränkung auf Autobahnen bei anhaltenden Schneefällen möglich

(ABA 12.02.2010) Bei weiter anhaltenden Schneefällen kann es am kommenden Wochenende möglicherweise zu Einschränkungen im Winterdienst kommen. Parkplätze und Nebenanlagen könnten nicht mehr vollständig bedient werden. Bei den sechsstreifigen Strecken kann es auf dem zweiten Überholstreifen zu Einschränkungen kommen.
 
Die sieben sächsischen Autobahnmeistereien sind derzeit und auch am Wochenende mit allen zur Verfügung stehenden 64 Räumfahrzeugen im Dreischichtbetrieb rund um die Uhr im Einsatz, um Sachsens Autobahnen weitgehend schneefrei zu halten. Dennoch wird an die Autofahrer appelliert, sich Autobahnfahrten gut zu überlegen, generell vorsichtig zu fahren und mehr Reisezeit einzuplanen.

Derzeit geht das Autobahnamt davon aus, dass die Salzmengen ausreichen, sofern die in Aussicht gestellten Lieferungen erfolgen. Jedoch seien die Vorratslager der Produzenten, so heißt es, leer geräumt, das Salz werde direkt aus den Bergwerken ausgeliefert.

Winterdienst in Sachsen-Anhalt ist gut auf erneute Schneefälle vorbereitet

(MLV 12.02.2010) Die Straßenmeistereien in Sachsen-Anhalt sind auf die andauernde winterliche Witterung gut vorbereitet. „Die Mitarbeiter des Winterdienstes sind rund um die Uhr im Einsatz, um Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen möglichst schnell zu räumen“, sagte Verkehrsminister Dr. Karl-Heinz Daehre heute in Magdeburg. Die Salzlager seien in den vergangenen Tagen wieder aufgefüllt worden. Mit einer Gesamtkapazität von bis zu 60.000 Tonnen sei genügend Streugut verfügbar, um auch kürzere Lieferengpässe überbrücken zu können.

Nach Auskunft von Sachsen-Anhalts Verkehrsminister sind in den zurückliegenden Wochen bereits mehr als 67.000 Tonnen Salz verbraucht worden. Das sind schon zum jetzigen Zeitpunkt gut 20.000 Tonnen mehr als im Durchschnitt der vergangenen Jahre. Nach ersten groben Schätzungen wird auch die Beseitigung der Winterschäden am Straßennetz in diesem Jahr deutlich teurer. Daehre bezifferte den bislang absehbaren finanziellen Mehrbedarf auf gut sechs Millionen Euro.

Angesichts der anhaltend winterlichen Witterung forderte Daehre die Kraftfahrer zu erhöhter Aufmerksamkeit und gegenseitiger Rücksichtnahme auf. „Jedem Verkehrsteilnehmer muss klar sein: Auch eine geräumte Winterstraße kann gefährlich sein, wenn man seine Fahrweise den veränderten Bedingungen nicht anpasst“, betonte er mit Blick auf eine Reihe von Unfällen, die vielfach auf überhöhte Geschwindigkeit oder mangelhafte Bereifung zurückzuführen waren.

Ausdrücklich lobte Minister Daehre das Engagement der Einsatzkräfte im Winterdienst. „Die Mitarbeiter leisten eine hervorragende Arbeit, die unsere Anerkennung verdient“, äußerte Daehre, der zugleich für Verständnis wirbt: „Bei starken Schneefällen zum Beispiel wird es auch künftig nicht möglich sein, das gesamte Straßennetz sofort und umfassend zu räumen.“

Auch in Thüringen mehr Winterschäden auf den Straßen absehbar

(TMBLV 09.02.2010) Der Thüringer Verkehrsminister Christian Carius rechnet zur Halbzeit der Winterdienstsaison aufgrund der lang anhaltenden Frostperiode mit tendenziell mehr Winterschäden als im vergangenen Jahr: „Seriöse Schätzungen können noch nicht gegeben werden, denn in zahlreichen Höhenlagen liegt Schnee und der Frost ist noch im Boden. Die Gebietsingenieure vor Ort sorgen für regelmäßige Sicherheitschecks und verkehrssichere Straßen. Gefahrenstellen werden mit Kaltmischgut ausgebessert.“

Mit den ersten Schneefällen bereits am 14. und 15. Oktober 2009 begann die Winterdienstsaison 2009/2010 in Thüringen. Seitdem sind auf den 4.600 km Landesstraßen, 1.650 km Bundesstraßen und 500 km Autobahnen rund 300 Räumfahrzeuge im Auftrag des Landes thüringenweit im Einsatz.

Für den weit überwiegenden Teil des Straßennetzes (innerörtlicher Verkehr sowie Gemeinde- und Kreisstraßen außerhalb der Ortschaften) liegt die Zuständigkeit für Winterdienst bei den Kreisen, Städten und Gemeinden. Gleiches gilt für die Straßeninstandhaltung. Hier sind allerdings Bund und Land für ihre eigenen Straßen in Ortsdurchfahrten in der Regel selbst zuständig. Nur in Städten mit mehr als 80.000 Einwohnern für Bundesstraßen und mit mehr als 30.000 Einwohnern für Landesstraßen liegt auch die Verantwortung für die Straßeninstandhaltung bei den Städten.

Der Verbrauch von Salz und Lauge auf Landes- und Bundesstraßen sowie Autobahnen hat sich im Vergleich zum vorhergehenden Jahr (Februar 2009) auf ca. 146 % erhöht, so hat die für die Autobahnen um Erfurt zuständige Meisterei statt 3.500 t in 2008/2009 7.000 t Salz im vergleichbaren Zeitraum streuen müssen.

Der Winter 2009/2010 ist von stark wechselnden Schnee-, Frost- und Tauperioden geprägt. So zählte der Freistaat im November, Dezember und Januar zu den kältesten und niederschlagsreichen Regionen Deutschlands.
Durch die Sprengwirkung gefrierenden Wassers in kleinen Rissen der Asphaltoberfläche der Straßen kommt es dabei zu Frostaufbrüchen, die sich in kurzer Zeit verbreitern und vertiefen. Häufiger Wechsel von Frost- und Tauperioden lässt darum in wenigen Wochen die umgangssprachlichen „Schlaglöcher“ entstehen. Entsprechend gestiegen sind notwendige Ausbesserungen mit Kaltmischgut. Die Autobahnmeisterei Erfurt hat bereits 200 % mehr Kaltmischgut einsetzen müssen wie im vergleichbaren Zeitraum in 2008/2009. Für die Unterhaltung und Instandsetzung der Landesstraßen sind in diesem Jahr rund 33 Millionen Euro im Haushalt veranschlagt.

Vermehrt auftretende Straßenschäden durch den strengen Winter sind ein bundesweites Phänomen. Zusätzliche Mittelbereitstellungen durch den Bund zur Beseitigung von Schäden auf den Bundesfernstraßen werden auf Initiative des Bundesverkehrsministers Ramsauer derzeit durch das Bundesverkehrsministerium geprüft.

Winterdienst im Dauereinsatz

(ADAC 11.02.2010) Der ungewöhnlich harte Winter erfordert von den Gelben Engeln des ADAC Rekordleistungen und Sonderschichten. Derzeit werden die Pannenhelfer mit täglich 15 000 bis 20 000 Einsätzen zum Teil doppelt so häufig angefordert wie an einem „normalen“ Februartag. Seit dem ersten Kälteeinbruch Anfang Dezember rückten die Helfer in der Not über 1 000 000 Mal aus, um liegengebliebene Fahrzeuge wieder flott zu machen. Das bedeutet eine Steigerung zum Vorjahreswinter um rund 12 Prozent, im Vergleich zum milderen Winter 2007/2008 um 34 Prozent.

Anhaltender Schneefall sowie Schnee- und Eisglätte brachten den Verkehr am Donnerstagvormittag vielerorts zum Erliegen. So meldete der ADAC allein von den deutschen Autobahnen Staus mit einer Gesamtlänge von mehr als 400 Kilometer.

Auch der Winterdienst befindet sich mit seinen Räum- und Streufahrzeugen im Dauereinsatz, um den Autofahrern das Weiterkommen zu ermöglichen. Damit, so der Club, schlagen jedoch auch die finanziellen Lasten dieses Winters immer stärker zu Buche. So kostet allein ein Tag Winterdienst nur auf den deutschen Autobahnen drei bis vier Millionen Euro. Die Mehrkosten, die den Autobahnmeistereien durch Räum- und Streuarbeiten bisher im Vergleich zu „normalen“ Wintern entstanden sind, belaufen sich auf rund 20 Millionen Euro.

Nach dem Schnee kommen die Frostschäden

(straßen.nrw 05.02.2010). Mit dem tauenden Schnee treten die Schäden zutage, die der lang anhaltende Winter bislang auf den Straßen in Nordrhein-Westfalen angerichtet hat. Für eine Bilanz der kompletten Schäden sei es noch zu früh, hieß es beim Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen in Gelsenkirchen. Dazu müsse der Winter erst vorbei sein und der Frost sich komplett aus dem Boden zurück gezogen haben. Man werde frühestens im Frühjahr wissen, wie hoch die Anzahl der Schäden und damit die Schadenshöhe seien und in welchem Umfang saniert werden muss.

Betroffen sind aber vor allem die Straßen, die bereits vor dem Winter Schadstellen aufgewiesen haben. Dazu zählen besonders die Landesstraßen. Aber es zeigt sich auch, daß einige Autobahnteilstücke gelitten haben. Teilweise haben die Straßen.NRW-Autobahnmeistereien Schilder mit Tempobeschränkungen aufstellen müssen, teilweise finden aber auch schon jetzt Flickarbeiten statt, um die Verkehrssicherheit aufrecht zu halten.

Frostschäden sind zu finden auf der

-    A 1 zwischen Euskirchen und Wißkirchen, beide Fahrtrichtungen
-    A 2 bei Recklinghausen-Ost in Richtung Oberhausen
-    A 2 bei Dortmund-Nordwest in Richtung Hannover
-    A 2 bei Bielefeld-Zentrum in Richtung Oberhausen
-    A 2 bei Herford, beide Fahrtrichtungen
-    A 4 zwischen Düren und Buir in Richtung Köln
-    A 4 bei Overath in Richtung Olpe
-    A 33 südlich von Paderborn, beide Fahrtrichtungen
-    A 42 bei Castrop-Rauxel
-    A 43 bei Haltern in Richtung Münster
-    A 44 zwischen Büren und Lichtenau, beide Fahrtrichtungen
-    A 52 bei Marl in Richtung Essen
-    A 61 in der Anschlussstelle Rheinbach in Richtung Koblenz
-    A 61 im Autobahnkreuz Wanlo in Richtung Venlo
-    A 565 bei Bonn in Richtung Siegburg

Straßen.NRW geht davon aus, dass die Kosten zur Beseitigung der diesjährigen Frostschäden mindestens so hoch ausfallen werden wie im vergangenen Winter, der ebenfalls sehr hart war. Allein für die Durchführung von Sofortmaßnahmen wurden dabei mehr als zwei Millionen Euro verausgabt.

Frostschäden an Straßen entstehen, wenn Wasser durch eine defekte Oberfläche ins Innere der Straße eindringt und dort gefriert. Bei Frost vergrößert sich das Volumen des Wassers: die Risse vergrößern sich bis schließlich Teile der Oberfläche abgesprengt werden. Als Sofortmaßnahme wird häufig Kalt-Asphalt in die Löcher geschüttet. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um eine langfristige Lösung.

Winterdienst läuft eingeschränkt weiter

(straßen.nrw 25.01.2010) Im Bereich der Straßenmeistereien der Regionalniederlassung Münsterland von Straßen.NRW kann es aktuell zu Engpässen bei der Streusalzversorgung kommen. Deshalb kann der Winterdienst auf Bundes- und Landesstraßen in der kommenden Nacht voraussichtlich nicht in dem gewohnten Umfang und der bisherigen Qualität durchgeführt werden.

Die Verkehrsteilnehmer müssen sich auf nur geräumte und nicht gestreute Straßen einstellen und ihre Fahrweise an die bestehenden Verkehrsverhältnisse anpassen. Straßen.NRW geht davon aus, dass sich die Situation der Versorgung mit Streusalz kurzfristig durch für den morgigen Dienstag zugesagte Lieferungen wieder verbessert.

Die Regionalniederlassung Münsterland von Straßen.NRW betreut mit ihren sieben Meistereien in Rhede, Legden, Lüdinghausen, Steinfurt, Münster, Westerkappeln und Beckum rund 2.400 Kilometer Bundes- und Landesstraßen im Gebiet der Stadt Münster und der Kreise Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf.

(LBM 25.01.2010) Der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz wird mit seinen Straßen- und Autobahn-meistereien weiterhin wie bisher Räumeinsätze fahren, kann jedoch aufgrund massiver Lieferengpässe der Salzlieferanten nicht mehr alle Straßen gleichermaßen bedienen. Grund für die Lieferengpässe, die – wie in anderen Bundesländern auch – regional sehr unterschiedlich ausfallen, sind die deutschlandweit anhaltenden winterlichen Bedingungen. Für Donnerstag, 28., und Freitag, 29. Januar, wurden vom Wetterdienst erneut heftige Schneefälle angekündigt. Zwangsläufig muss daher der Service auf weniger wichtigen Straßen verringert werden.

Winterdiensteinsätze auf Bundesautobahnen werden nach wie vor rund um die Uhr durchgeführt, jedoch werden dort Parkplätze und Nebenfahrbahnen nur noch nachrangig bedient. Im nachgeordneten Netz ist der LBM gezwungen, die Einsätze auf die verkehrswichtige Zeit von 6 bis 20 Uhr zu begrenzen.

Entsprechend der Straßenfunktion werden hoch belastete Bundesstraßen, Strecken mit besonderen Gefahrenpunkten und Strecken zu Krankenhäusern, Feuerwachen und Polizeistationen, die häufig von Rettungsfahrzeugen genutzt werden, weiterhin bevorzugt bedient.

Bei mehrfach angebundenen Ortslagen kann nur noch die Hauptzufahrtsstraße im Winterdienst geräumt und gestreut werden.
In Ortsdurchfahrten kann grundsätzlich nur noch Schnee geräumt werden. Lediglich auf Steilstrecken in den Ortsdurchfahrten wird weiterhin Streusalz eingesetzt.
Die geringeren Fahrgeschwindigkeiten, die Bebauung und die gute Ausleuchtung wirken sich hier – bei fehlendem Streusalzeinsatz - positiv auf die Verkehrssicherheit aus, was außerorts nicht der Fall wäre.

Die Verkehrsteilnehmer müssen sich insgesamt auf verstärkte Einschränkungen in der Verkehrsqualität einstellen. Dies gilt insbesondere auf Nebenstraßen.

Bürger können sich in den Straßen und Autobahnmeistereien darüber informieren, welche Straßen betroffen sind. Dazu ist dort ab Mittwoch, 27. Januar, in der Zeit von 6 bis 20 Uhr eine Info-Hotline eingerichtet. Die jeweiligen Meistereien samt Telefonnummern finden Sie auf unserer Internetseite www.lbm.rlp.de und dort unter den Rubriken „Über uns“ und „Standorte“. Die Meistereien sind auch im Telefonbuch eingetragen.

Der LBM Rheinland-Pfalz wird alles tun, damit sich die Behinderungen in Grenzen halten. Trotzdem folgende Hinweise an die Verkehrsteilnehmer:

-   Vermeiden Sie Fahrten, die nicht unbedingt notwendig sind.

-   Vermeiden Sie Steilstrecken.

-   Wenn eine Fahrt unumgänglich ist, starten Sie nur mit Winterausrüstung (dazu gehören auch
    Schneeketten) und ausreichend Treibstoff im Tank.

-   Fahren Sie vorsichtig!

Winterdienst 57

Nationale Streusalzreserve wenig hilfreich

(ACE 04.02.2010) Der ACE Auto Club Europa hat die von der FDP erhobene Forderung nach einer nationalen Streusalzreserve als wenig hilfreich zurückgewiesen. Eine solche Maßnahme gehe an der vor Ort vernachlässigten Verkehrssicherungspflicht als Kern des Problems vorbei. Zudem betrage der Anteil der in die Verantwortung des Bundes fallenden Verkehrswege gerade einmal 12 Prozent (75.600 km) vom Gesamtnetz der öffentlichen Straßen (630.000 km).

„Außerdem funktionieren Streu- und Räumdienste auf Bundesautobahnen unter den gegebenen Umständen immer noch am besten“, sagte ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner am Donnerstag in Stuttgart. Demgegenüber sei die Lage in Kommunen und Landkreisen vielerorts prekär. „Hier ist die Versorgungslücke augenfällig. In der Folge werden Verkehrsteilnehmer einem erhöhten Unfallrisiko ausgesetzt, was nicht sein darf“, sagte der ACE-Experte. Er warf den Kommunen vor, die Kapazitäten der Streusalzlager in den vergangenen Jahren aus Kostengründen systematisch und massiv heruntergefahren zu haben. „Wenn die Kommunen kein Geld für Salz haben, hilft aber auch eine Verpflichtung des Bundes nicht weiter“, meinte Hillgärtner. Das sei ähnlich, wie bei der aus Finanzgründen nicht realisierbaren Auflage des Bundes zur Schaffung von Kita-Plätzen durch die Gemeinden.

Der ACE hatte bereits Anfang Januar auf die drohenden Engpässe bei der Versorgung von Räumfahrzeugen mit Streusalz hingewiesen. Mit Blick in den Kalender und auf die Wettervorhersagen sei jedem Verantwortlichen schon lange klar gewesen, was auf die Räum- und Streudienste zukomme. Doch bei etwas länger anhaltenden Schneefällen seien die Salzhalden immer noch schon binnen 48 Stunden leer geräumt, während früher der Vorrat bis zu 14 Tage gereicht habe. Weiter kritisierte der ACE, dass die Versorgung mit Nachschub alleine auf dem Just-in-time-Prinzip beruhe und dies eine aufwändige Beschaffungslogistik erforderlich mache. Salzlieferanten würden mitunter mit Ausschreibungen konfrontiert, die dazu verpflichteten, innerhalb weniger Stunden zu liefern. Das – so der ACE – lege die Vermutung nahe, dass der Vorrat vor Ort häufig zu knapp bemessen werde oder sogar schon aufgebraucht sei. Die Nachlieferungen erfolgten dann erst zu einem Zeitpunkt, zu dem eine akute Straßenglätte bereits eingetreten ist, ohne dass dem durch Streueinsätze hätte vorgebeugt werden können.

Der ACE befürchtet unter dem Druck dringend benötigter Nachlieferungen von Streusalz, dass es in der Branche zu verbotenen Preisabsprachen kommen kann. Der Club fordert deswegen besonders die Kommunen auf, sie sollten als Großabnehmer und Winterdienstleister die derzeitigen Methoden der Lagerhaltung überprüfen. „Unüberlegte Kostensenkung und die Pflicht zur Verkehrssicherung sind unvereinbar“, sagte Hillgärtner. Autofahrer hätten schließlich ein Recht darauf, dass die Straßenverkehrsbehörden auch im Winter einen besonderen Beitrag zur Unfallverhütung leisteten. „Stadtkämmerer und Finanzminister benutzen aber offenbar den Rücken der Bürger als Schreibunterlage für ihren Rotstift“, monierte Hillgärtner. Die aufgrund nicht geräumter Straßen verursachten Kosten durch Staus und Unfälle bekämen dann die Verkehrsteilnehmer aufgebürdet.

Schneedecke auf Autobahn

Der Winterdienst ist ständig im Einsatz - kann aber nicht gleichzeitig überall sein

Autobahn im Schnee

Angepaßte und defensive Fahrweise führen sicher zum Ziel

Zufriedenstellende Zwischenbilanz des Winterdienstes

(ABA 09.01.2010) Die sieben sächsische Autobahnmeistereien haben die Nacht zum Sonnabend (9.Januar) gemeistert und die Autobahnen weitestgehend von Schnee und Eis frei gehalten. Lediglich die Überholspuren waren zum Teil weiß beschneit, aber dennoch befahrbar. Alle 63 Fahrzeuge waren im Einsatz. Hier wurden weder technische Ausfälle noch Unfälle verzeichnet. Am Sonnabendmorgen kam es allerdings verschiedentlich zu Behinderungen des Winterdienstes infolge von Unfällen, an denen überwiegend Brummifahrer beteiligt waren. Ein Lob erteilt das Autobahnamt all jenen, die sich an die Witterung angepasst verhalten.
Für die Meisterei Nickern, zuständig für die A17, war das Wochenende eine Premiere. Seit die Autobahn nach Tschechien frei gegeben wurde, hat es hier noch keine Witterung gegeben, die den Beinamen "echter Winter" verdient hätte. Nur an einer Stelle kurz vor der Grenzbrücke türmte sich bis Sonnabend Mittag der von der Fahrbahn geschobene Schnee auf den Seitenstreifen. Betonwände verhindern hier, dass er ganz von der Fahbahn geschoben werden kann. Im Lauf des Tages sollen die weißen Massen mit einer Fräse entfernt werden. Der Verkehr ist dadurch nicht beeinflusst.
An diesem Wochende sind die sieben sächsischen Meistereien mit allen zur Verfügung stehenden Kräften im Einsatz. 63 Fahrzeuge, vom Unimog bis zum Dreiachsigen LKW mit 380 PS Leistung und Ladekapazität für sieben Kubikmeter Salz sorgen für freie Fahrt auf den 532 Kilometer Fahrbahnen sowie auf den Ein- und Ausfahrrampen an den Anschlussstellen und auf den Durchfahrten der Parkplätze. Das rund 180 Köpfe zählende "fahrende Personal" arbeitet grundsätzlich in 12-Stunden-Schichten, die sich so überlappen, dass pro 24 Stunden in drei Schichten gearbeitet wird. In den Salzlagern, in Schlossereien und im Betriebsfunk arbeiten ihnen weitere 20 Kollegen zu. Auf diese Weise sind die Meister in der Lage, flexibel auf alle Änderungen zu reagieren. Jeder einzelne Meister entscheidet souverän für seinen Bereich. Individuell auf jeden Standort errechnete Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes, die alle drei Stunden aktualisiert werden, sowie die Daten der eigenen 19 Glättemeldeanlagen erlauben ein schnelles und zielgerichtetes Agieren.
Die Salzvorräte reichen. Am Sonnabend bekamen die Meistereien wieder Nachlieferungen. "Unsere Lieferanten halten die Verträge ein", vermeldet das Autobahnamt zufrieden. Vereinzelt kommen die Salzlaster verspätet, weil auch sie länger unterwegs sind. Zumindest erhalten sie dann in den Meistereien heißen Kaffee.

Bundesweit gelten auf Autobahnen Räumschleifen von maximal drei Stunden. Das bedeutet, dass ein Teilstück aller drei Stunden ein Winterdienstfahrzeug "gesehen haben" muss. Insbesondere die für die gebirgsnahen Strecken (A 72, A17) zuständigen sächsischen Meistereien haben sich zum Ziel gesetzt, diese Zeiten auf zwei Stunden zu drücken. Bei starkem Schneefall – wie für dieses Wochenende angekündigt – können sich in dieser Zeit dennoch einige Zentimeter Neuschnee auf der Fahrbahn ansammeln.
Winterdienstfahrzeuge geben bei starkem Schneefall ein Tempo von unter 50 km/h vor. Hier ist Geduld gefragt. Autofahrer werden dringend gebeten, die Räumfahrzeuge nicht zu überholen. Denn der Räumschild erzeugt einen Schneewall auf der Fahrbahn. Wer diesen beim Aus- und Wiedereinscheren durchbricht, muss mit Schleudergefahr rechnen.
In der Regel fahren auf den Autobahnen zwei Räumfahrzeuge, mit einem Sicherheitsabstand von mindestens 50 Metern voneinander, um zwei bzw. drei Fahrstreifen in einem Zug zu beräumen. Der Sicherheitsabstand ist nicht dazu gedacht, die Fahrzeuge zu überholen. Dies ist aus den bereits genannten Gründen gefährlich.
Bei Unfällen oder Staus sollte unbedingt eine ausreichend breite Gasse gebildet werden, damit der Winterdienst nach vorne kommen und die Fahrbahn weiter beräumen kann.

(LBM 09.10.2010) Der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz (LBM) ist gut vorbereitet: Personal, Fahrzeuge und Geräte sind bereits seit Tagen im Einsatz und für das kommende Wochenende in Rufbereitschaft. Es sind derzeit noch mehr als 50.000 Tonnen Salz eingelagert. Um diese Menge einschätzen zu können, sei gesagt, dass zur Sicherstellung der Befahrbarkeit der Bundesautobahnen, Bundes-, Landes- und Kreisstraßen in Rheinland-Pfalz in einem mittleren Winter rund 150.000 Tonnen Salz verbraucht werden. An Spitzentagen bei lang anhaltendem Schneefall und Frost kann der Verbrauch aber auch bis zu 9.000 Tonnen täglich betragen.
Im Süden von Rheinland-Pfalz (Rheinhessen, Pfalz) werden die Straßen- und Autobahnmeistereien derzeit bedarfsgerecht durch die Streustofflieferanten bedient. Auch in den Höhenlagen von Westerwald, Eifel und Hunsrück ist noch ausreichend Salz für das kommende Wochenende eingelagert. Bei Bedarf sind Nachlieferungen möglich.

Trotzdem der Hinweis an die Verkehrsteilnehmer:
- vermeiden Sie Fahrten, die nicht unbedingt notwendig sind;
- vermeiden Sie Steilstrecken;
- wenn eine Fahrt unumgänglich ist, starten Sie nur mit Winterausrüstung und ausreichend Treibstoff im Tank;
- fahren Sie vorsichtig.

(MBV 08.01.2010) „Der Straßenbaubetrieb Straßen.NRW ist gut aufgestellt im Winterdienst. Bei den vorhergesagten Schneemassen können die Verkehrsteilnehmer aber nicht davon ausgehen, dass die Straßen immer und überall von Schnee und Eis befreit sind“, sagte Verkehrsminister Lutz Lienenkämper am Freitag (8. Januar). Bei extremen Wetterverhältnissen könne es passieren, dass nicht überall alle Fahrspuren auf den Autobahnen geräumt seien. Vorrang hätten die rechte Spur und die Überholspur, der dritte Fahrstreifen und auch der Standstreifen könnten schon mal weiß bleiben. „Anstatt dass wir vier oder fünf Fahrzeuge auf einer Autobahn einsetzen, um sie auf ganzer Breite zu räumen, werden die Fahrzeuge auf mehrere Strecken verteilt und die Umlaufzeiten verkürzt“, so der Minister. Die Zielgröße der Einsatzwagen auf ihren Runden liegt bei zwei Stunden: „Theoretisch kommt der Streuwagen also alle zwei Stunden an derselben Stelle vorbei. Bei Staus oder Unfällen kann das auch länger dauern. Dann ist die vorher geräumte und gestreute Fahrspur vielleicht schon wieder zugeschneit“, sagte Lienenkämper.

Die Salzvorräte des Landesbetriebes Straßenbau werden voraussichtlich für das Wochenende ausreichen. Noch rund 50.000 Tonnen Salz lagern in den Vorratshallen; etwa 70.000 Tonnen sind bislang in diesem Winter auf die Straßen gebracht worden. „Im Zweifel werden vorrangig die besonders stark befahrenen Strecken des überörtlichen Straßennetzes, gefährliche Stellen und Steigungs- und Gefällestrecken gestreut. Darin sind wir uns auch mit den kommunalen Spitzenverbänden einig. Notfalls stellt Straßen.NRW dafür den Städten und Gemeinden Salz zur Verfügung “, betonte Lienenkämper. Dementsprechend würden Autobahnen, auf denen im Schnitt täglich 80.000 Fahrzeuge mehr unterwegs sind als auf den Landesstraßen, eher gestreut.

Die 2.100 Straßenwärter des Landesbetriebes Straßenbau werden auf den Autobahnen im Zweischichtbetrieb rund um die Uhr arbeiten. Aber auch auf den Bundes- und Landesstraßen werden sie nahezu rund um die Uhr im Einsatz sein. Fast 700 Streu- und Räumfahrzeuge rollen im Winterdienst. Straßen.NRW betreut 20.000 Kilometer Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen in Nordrhein-Westfalen.

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